"Wir haben uns daran gewöhnt, Geschenke anzunehmen, für die wir einen erschreckend hohen Preis zahlen müssen.
Könnte jemand eine Gesetzesliberalisierung verstehen, die uns gestattet, bei Rot über die Ampeln zu fahren, obwohl das zu einer sprunghaft ansteigenden Unfallstatistik führen würde?
Wäre es nachvollziehbar, wenn warnende Stimmen dann als ewiggestrig, konservativ, engstirnig, intolerant und mittelalterlich bezeichnet würden?
Wenn ein Patient einen Arzt aufsucht, muß er von diesem eine ehrliche Diagnose erwarten dürfen.
Erzählt der Arzt einem Patienten, er sei kerngesund, obwohl dieser an einer schweren Krankheit leidet, die bei Nichtbehandlung tödlich endet, wäre der Arzt ein verbrecherischer Scharlatan.
Würde der Mediziner dagegen seinem Patienten die Wahrheit sagen, müßte er wohl nicht damit rechnen, als Drohprediger und Unglücksprophet hingestellt zu werden.
Doch das geschieht heute. Wir leben in einer Zeit voller Verführung und Rattenfängerei.
Die Gewissen der Menschen werden eingelullt. Scharen werden auf den breiten und bequemen Autobahnen des Selbstbetrugs Richtung Hölle gefahren.
Unser dünnwandiges Leben bekommt immer mehr schwarze Löcher, in die immer mehr Menschen unauffindbar verschwinden. (...)"
Aus einer kulturkritischen Universalpolemik ("Ein neues Angebot: Bei Rot über die Ampel fahren" von Michael Brenner) gegen Abtreibung, Pornografie, Toleranz und alle anderen Übel der europäischen Gegenwart auf der ultrakonservativen Seite kreuz.net
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