Mir fällt auf (wieder einmal), dass ich derart christlich sozialisiert bin, dass ich es schon als Kind ganz unglaublich fand, dass Karsamstag und Gründonnerstag nicht auch allgemeine Feiertage sind. Und in Österreich ist nicht einmal der Karfreitag frei - nur die Evangelischen müssen nicht arbeiten... Vier Gottesdienste gibt es an diesem Tag in der Lutherkirche, mehr als an Heiligabend. Das ist einmalig in Wien, wahrscheinlich in Österreich, vielleicht weltweit, ich weiß es nicht. An Karfreitag (und am Reformationstag) in die Kirche zu gehen, das scheint ein ganz wesentliches Merkmal evangelischer Selbstdefinition in diesem katholisch geprägten Land zu sein.
Samstag, 22. März 2008
Der höchste Feiertag, der keiner ist
Mir fällt auf (wieder einmal), dass ich derart christlich sozialisiert bin, dass ich es schon als Kind ganz unglaublich fand, dass Karsamstag und Gründonnerstag nicht auch allgemeine Feiertage sind. Und in Österreich ist nicht einmal der Karfreitag frei - nur die Evangelischen müssen nicht arbeiten... Vier Gottesdienste gibt es an diesem Tag in der Lutherkirche, mehr als an Heiligabend. Das ist einmalig in Wien, wahrscheinlich in Österreich, vielleicht weltweit, ich weiß es nicht. An Karfreitag (und am Reformationstag) in die Kirche zu gehen, das scheint ein ganz wesentliches Merkmal evangelischer Selbstdefinition in diesem katholisch geprägten Land zu sein.
Gleich am Gürtel
Alles ganz einfach...
"(...) Wenn Sie merken, dass der Missmut überhand nimmt, ziehen Sie die Notbremse. Steigen Sie dann bewusst aus Ihrer negativen Gedankenspirale aus und programmieren Sie sich in einer ruhigen Minute neu. Träumen Sie von Urlaub und Liebesgeflüster, von erhabenen Landschaften oder dem unermesslich weiten Meer. Jedenfalls von etwas, das Freude und Begeisterung in Ihnen auslöst. (...)
Beamen Sie sich deshalb kraft ihrer Gedanken immer wieder in eine höhere Schwingung (die niedrigste ist Trauer, die höchste Liebe). Im ganzen Universum gibt es nichts, was nicht schwingt, denn seine Grundsubstanz besteht aus lauter schnell oder langsamer schwingenden Partikeln (Atomen, Quarks & Co.) und alle sind miteinander verwoben. Sagen Sie einfach zu sich: 'Ich bin Freude'. Beobachten Sie mal, was da Magisches passiert. (...)
Beamen Sie sich deshalb kraft ihrer Gedanken immer wieder in eine höhere Schwingung (die niedrigste ist Trauer, die höchste Liebe). Im ganzen Universum gibt es nichts, was nicht schwingt, denn seine Grundsubstanz besteht aus lauter schnell oder langsamer schwingenden Partikeln (Atomen, Quarks & Co.) und alle sind miteinander verwoben. Sagen Sie einfach zu sich: 'Ich bin Freude'. Beobachten Sie mal, was da Magisches passiert. (...)
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit möglichst nicht auf Dinge, die Sie herunterziehen, sondern auf das, was schön ist in Ihrem Leben und was Sie erreichen wollen. Dann leuchten Sie von innen heraus. Und wenn Sie leichte Zukunftsangst beschleicht, die oft völlig unbegründet ist, versetzen Sie sich umgehend in die Gegenwart zurück. Was ist da meistens? Ein angenehmes Büro, eine Aufgabe, die Sie gut können, eine Tasse Kaffee - und bald wieder Feierabend.
Also knipsen Sie immer wieder ihren Sonnenschalter an und freuen Sie sich darauf, dass die ausgesendeten Signale irgendwann zu Ihnen zurückkommen. So funktioniert das mit der Schwingung, dem Gesetz der Resonanz und dem Charisma."
Freitag, 21. März 2008
Wir, die Sünder
Alte Fotografien
Was ist unser je eigenes Antlitz anderes denn ein Kurzkapitel
in Gottes Schöpfungsschrift? Wir lesen es wie hinter
einem Spiegel, von wo das Erinnern zurückdriftet
zum Moment des Ersten Sündenfalls...
In der Rundung des Apfels, im Bausch der Meereswelle
küßt uns Gott mit seinem Windhauch,
mit Lichtgarben fährt er über unsere faltige Haut.
Jedes Gesicht kann nur in eigener Prägung
den freudigen, traurigen Augenblick erkennen,
wie sich über der Stirn schwere Schatten zusammenbrauen
und Gottes Schrift unleserlich wird.
Ist es das, was den Menschen so selbstvergessen macht? In den anderen
sieht er den eigenen Anteil an der allgemeinen Schuld
und liest zugleich alles, was überhöht dahintersteht.
Hadžem Hajdarević
Donnerstag, 20. März 2008
Dienstag, 18. März 2008
Osterbusen
"Der Handel berichtet uns, dass die österliche Zeit bereits zum zweitwichtigsten Umsatzmotor gleich nach Weihnachten geworden ist. Gut, die Süßwarenerzeuger und die Legehennen waren seit jeher im Produktionsstress. Die Osterhasen sowieso. Aber dass jetzt auch Juweliere, Uhrenhändler, Antiquitätenläden, Reiseanbieter, Flachbildschirmproduzenten und Handyerzeuger jubeln – will das jemandem in den Sinn? Die selbstgebackene Osterpinze, das handbemalte Osterei – mein Gott, wie einfältig! Wie gestrig! Wie immer in diesen Dingen ersinnen die Reichen (oder jene, die halt nicht aufs Geld schauen) besonders aparte Geschenkideen. So hat der Fußballer Lothar M. seiner 20-jährigen Freundin einen neuen Busen geschenkt. Und Herr Worseg im Evangelischen Krankenhaus hat nicht lang gefackelt und nachgefragt. So haben alle was davon: Der Schönheitschirurg sowieso, der alternde Kicker im Johannistrieb evtl. Und das Mädel? Da können wir nur hoffen, dass die Freud' Ostern überdauern möge."
Die Presse 18.03.2008
Die Presse 18.03.2008
Stadt der Gegensätze
Woran merkt man in Wien, dass es Frühling wird? Im Aufgang zu den Stationen der U6 (die alte Stadtbahnstrecke, eine Hochbahn) sitzen wieder die Bettlerinnen.
Wien ist eine Stadt extremer sozialer Gegensätze, die Armut vieler Menschen schreit einen geradezu an. Von dreiundzwanzig Bezirken gelten nur zwei oder drei als wirklich "gute" Bezirke, in denen "man wohnen kann", und auch die bei näherem Nachfragen nur zum Teil.
Auffällig auch die deutliche Spaltung der Gesellschaft in politischer Hinsicht. Ob einer "rot" oder "schwarz" gesinnt ist, hängt anscheinend sehr von der Familientradition ab, und eine solche Prägung wirkt unverrückbar. "Gemeindebau" ist für einen Teil der Wiener so etwas wie ein anderes Wort für die Vorhölle, ein ÖVP-Wähler sieht sich überall umzingelt von "Wiener Proleten".
Wien ist eine Stadt extremer sozialer Gegensätze, die Armut vieler Menschen schreit einen geradezu an. Von dreiundzwanzig Bezirken gelten nur zwei oder drei als wirklich "gute" Bezirke, in denen "man wohnen kann", und auch die bei näherem Nachfragen nur zum Teil.
Auffällig auch die deutliche Spaltung der Gesellschaft in politischer Hinsicht. Ob einer "rot" oder "schwarz" gesinnt ist, hängt anscheinend sehr von der Familientradition ab, und eine solche Prägung wirkt unverrückbar. "Gemeindebau" ist für einen Teil der Wiener so etwas wie ein anderes Wort für die Vorhölle, ein ÖVP-Wähler sieht sich überall umzingelt von "Wiener Proleten".






