Mittwoch, 3. Juni 2009
Dienstag, 2. Juni 2009
Liebe und Gerechtigkeit
Beides kann in Konflikt geraten, etwa in der Begegnung mit Gott: Zwar wünschen wir uns den lieben Gott, aber wir werden an ihm irre, wenn wir erwachsen werden. Zu viel Leid, Unglück, Ungerechtigkeit begegnet uns. Darum die Sehnsucht danach, dass es wenigstens nach dem Tode einen Ausgleich geben möge.
Und mit der Sehnsucht nach Gerechtigkeit hängt auch der Drang der Selbsterlösung zusammen: Wir wollen uns das Heil nicht schenken lassen, wir wollen es uns erarbeiten, verdienen.
Darum ist ja auch der Buddhismus so beliebt: Ein eigener Weg der Erfahrung und der Entwicklung, das reizt.
Aber am Ende hilft uns doch nichts, kein eigenes Streben, keine Mühe, wenn uns Gottes Gnade nicht zieht.
Jung und frech...


Also wie halten Sie es mit der Religion?
Katharina Lorenz: So klassisch? Ja, da gibt es eine Beziehung. In meiner Kindheit in Leverkusen ging ich oft in die Kirche, meine Eltern nie. Ich ging meist alleine in die Abendmesse. Der Pfarrer fragte mich einmal, warum ich nicht in die Kindermesse käme, aber ich mochte den Abend lieber: Da war es dunkler, geheimnisvoller, schöner. Ich mochte das, auch die Kirchengebäude und...
...das Theatralische, das Inszenieren?
Vielleicht auch. Aber es war der Ort, der mich verzauberte. Meine Großmutter hat auch immer mit mir gebetet.
Stand der Glaube im Vordergrund oder das Ritual?
Das ganze Prozedere.
Hätte dieses Gefühl jede Religion oder religiöse Richtung bei Ihnen ausgelöst? Die evangelischen Kirchen etwa sind nie so düster.
Stimmt, katholische Kirchen lösen dieses Gefühl stärker aus. Aber ich gehe heute noch gerne in Kirchen. Aber vielleicht war das wirklich meine Großmutter, die mir einmal sagte, dass ihr der Glaube an Gott hilft, etwa bei Schicksalsschlägen.
Ihnen?
Der Glaube an Gott? Nein, ich glaube eher an eine Kraft, die das ist.
Muss man sich mit Religion beschäftigen, um das Gretchen zu spielen?
Auch. Ich beschäftige mich damit. Aber jetzt kämpfe ich damit, mich der Figur zu nähern und sie zu besetzen. Das ist nicht so leicht.
Weil sie so unschuldig ist?
Das ist sie eben nicht, sie ist nicht nur unschuldig. Sie hat ihre eigene Welt und ein Selbstbewusstsein. Sie ist sicher nicht nur das Opfer. Wenn sie sagt, dass sie mit Schmuck ganz anders dreinschaut. Dass, wenn man Geld hat, auch andere Möglichkeiten kommen. Da bin ich mir nicht so sicher, ob sie das wirklich so toll findet. Es ist schwierig, sich so eine junge Figur zu eigen zu machen.
Die Presse am Sonntag 31. Mai 2009, S. 56, vgl. auch diepressse.com.
Tertium non datur
Der Bürgermeister von Mulfingen, Robert Böhnel, bewirbt das neue Schulmodell bereits. Das Land sucht nun nach einer einvernehmlichen Lösung. In der Schulverwaltung wird offenbar auch befürchtet, dass durch Mulfingen ein Präzedenzfall geschaffen wird. Auf diesen könnten sich andere Kommunen berufen, wenn in strukturschwachen Gegenden kleine Schulen geschlossen beziehungsweise zusammengelegt werden. Die knapp 3.900 Einwohner zählende Kommune will eine private Haupt- und Realschule gründen, weil sie die Schließung der vergleichsweise kleinen Hauptschule am Ort befürchtet.
Nach Auffassung des Stuttgarter Regierungspräsidiums können Gemeinden nicht Träger privater Ersatzschulen sein. Hierfür kämen nur kirchliche oder private Träger sowie Stiftungen oder Vereine infrage. Diese Position wird auch im Kultusministerium unterstützt. Dort will man angeblich in der kommenden Woche entscheiden, wie man mit dem Plan der Gemeinde Mulfingen weiter umgeht.
Lehrer wissen nicht, wie es weitergehen würde
Der Gemeinde steht mit der Firma ebm-papst, einem Hersteller von Motoren, Pumpen und Ventilatoren, ein finanzkräftiger Unterstützer zur Seite. Es gibt aber auch erhebliche Vorbehalte gegen das Schulmodell, vor allem unter den Lehrern der örtlichen Hauptschule. So hat der Personalrat in einem Schreiben an Kultusminister Helmut Rau (CDU) beklagt, die Pädagogen stünden unter einem erheblichen Druck. Während die Gemeinde schon kräftig für die neue Schule werbe und daraufhin etliche Eltern ihre Kinder anmeldeten, wüssten die Lehrer noch nicht, ob sie dort beschäftigt würden, oder sich aus dem Staatsdienst beurlauben lassen können, wenn sie an eine Privatschule wechseln.
Auch dürfe das staatliche Schulwesen nicht diskreditiert und eine aus Steuergeldern aufgebaute öffentliche Schule nicht einfach von einer Kommune in eine private Bildungseinrichtung umgewandelt werden.
swr.de
Öffentlich oder privat - eine Alternative gibt es nicht. Dabei wäre eine echte Privatschule soigar vernünftiger als eine kommunale Einrichtung. Denn Privatschulen werden von den Bundesländern -wenigstens in einem Maße - finanziell gefördert. Es wäre also den Mulfingern anzuraten,umgehend einen Trägerverein zu gründen oder eine entsprechende Schulstiftung...
Seltsames Plakat
Montag, 1. Juni 2009
Beobachtung
im prinzip ja nix zu verlieren
ich habe schon seit längerem den gedanken, bzw den wunsch eine ausbildung zum bestatter zu machen. nun habe ich das angebot bekommen, gleich nächstes jahr damit anfangen zu können. das wäre aber im harz, wo ich ursprünglich herkomme. momentan wohne ich in hannover mit meinem mann.
das blöde an der sache ist, mein mann muss hier sein studium beenden und würde nicht mitkommen. er meint, ich könnte das auch hier machen. das möchte ich irgendwie aber garnicht, da meine familie ja auch im harz ist. dazu kommt noch, dass ich mich mit dem bestatter super verstehe, als ob wir uns schon jahre kennen würden. liegt vielleicht daran, dass er meine mutter kannte und die damals immer zusammen um die häuser gezogen sind, sie ist leider schon verstorben. kennengelernt habe ich ihn silvester, als mein vater verstorben war. er hat mich in allem unterstützt und aufgeheitert wie kein anderer. wir haben seitdem immernoch kontakt. und ich finde das echt toll, dass er mir dieses angebot gemacht hat. würde das gerne annehmen, nur was mache ich mit meinem mann? er ist der meinung, sich von mir scheiden lassen zu müssen, weil die beziehung so nicht weitergehen könnte.
ich weiß nicht... wir stressen uns eh jeden tag, weil er frühs um 9 abhaut, in die uni um zu lernen, weil er ja keine ruhe hätte zuhause, und abends spät erst wieder heim kommt. meist so gegen 9 gestern sogar erst halb 11. danach hockt er dann bis in die nacht rein vorm pc, sodass ich überhaupt nix von ihm habe. also kann ich doch theoretisch auch in den harz ziehen und mich um meine zukunft kümmern, oder? das selbe macht er ja auch.
ich hab so nix von ihm und so auch nicht. also hab ich im prinzip ja nix zu verlieren.
ich weiß jetzt echt nicht was ich tun soll. habt ihr vielleicht ein paar ratschläge für mich?
Gefunden auf netmoms.de
