Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Macht der Worte

ZEIT ONLINE: Frau Magén, Ihre Sprache vermittelt den Eindruck, als läge Ihnen jedes einzelne Wort am Herz, als bangten sie um es, als hüteten sie es.

Mira Magén: Das rührt sicher von meiner religiösen Erziehung her, die mich gelehrt hat, dass ich für jedes Wort verantwortlich bin. Es ist unmöglich, einfach das auszusprechen, was einem auf der Zunge liegt. Weil Worte eine Bedeutung haben. Worte sind wie Taten. Sie beeinflussen die eigene Existenz ebenso wie die desjenigen, an den man die Worte richtet.

Aus einem zeit-online-Interview mit der israelischen Schriftstellerin Mira Magén


Winterabend

Dienstag, 16. Februar 2010

Ach ja...

Man müsste sich mal wieder selbst besuchen.
Doch man ist ja immer so gehetzt.
Ich habe neulich bei mir angerufen,
doch es war die ganze Zeit besetzt.

Man müsste sich viel öfter selber fragen:
„Alles klar?“ Das eine weiß ich ja:
Egal, was kommt, ich brauch es nur zu sagen,
und dann bin ich sofort für mich da.

Man müsste sich mal in 'ner Kneipe treffen,
auf ein Kölsch, so ganz für sich allein,
um dann in aller Ruhe zu besprechen:
„Bin ich glücklich?“, und: „Wie wird es sein?“.

Man hätte sich 'ne Menge zu erzählen.
Viele Dinge würd' man anders sehn.
Man würde ein paar harte Fragen stellen,
und man würde Fehler eingestehn.

Es gäbe Gründe, um sich aufzuregen:
„Ich bin nicht der Mensch, der ich mal war!
Und will ich dieses Leben weiter leben?
Wann seh ich die Dinge endlich klar?“

Man würde, um sich selber wachzurütteln,
lautstark viele Sachen kritisiern.
Die Leute würden mit den Köpfen schütteln.

Tja. Man würde sich wohl schwer blamiern.

Wise Guys: Dialog

Montag, 15. Februar 2010

So fremd der Tag


In der Welt

Ich lasse mein Gesicht auf Sterne fallen,
Die wie getroffen auseinander hinken.
Die Wälder wandern mondwärts, schwarze Quallen,
Ins Blaumeer, daraus meine Blicke winken.

Mein Ich ist fort. Es macht die Sternenreise.
Das ist nicht Ich, wovon die Kleider scheinen.
Die Tage sterben weg, die weißen Greise.
Ichlose Nerven sind voll Furcht und weinen.

Paul Boldt (1885 - 1921)

Im 13A

Media vita in morte sumus - auch im Karneval

Beim Fastnachtsgottesdienst hat der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, über Tod und Vergänglichkeit gepredigt. Im Mittelpunkt stand am Sonntag das Karnevalslied «So ein Tag, so wunderschön wie heute».

Die Strophe «Schau die bunten Sterne am Firmament hier stehen, ach, ich blieb so gerne, doch leider muss ich gehen» beinhalte auch, dass jeder irgendwann die «Bühne des Lebens» verlassen müsse. Wie das Bistum mitteilte, wurde in den Fürbitten des Gottesdienstes zudem für eine gesunde Heimkehr aller Teilnehmer des Mainzer Rosenmontagszuges gebetet.

dpa-Meldung

Währinger Gemeindeball

Zum Leben unserer Gemeinde gehört der Hausball im Winter. Heuer ergab es sich so, dass er am Faschingssamstag stattfand, weshalb wir ihm das Motto gaben "Wir tragen alle Masken" - so wurde es ein Masken- und Kostümfest, und das machte allen großen Spaß.

Sonntag, 14. Februar 2010

Ein Songtext

Irgendwann werden alle verschwunden sein
die jetzt auf der Erde leben.
Alle, ohne Ausnahmen
und dann wird es andere geben.
Die werden sich lieben, die werden sich hassen
und oft mit viel Blabla
Und manche werden wie immer fragen
wozu sind wir eigentlich da?

Refrain:

Als ob das so großartig wäre,
nach dieser Erkenntnis zu streben
Ein Auto ist zum Fahren da
und wir - wahrscheinlich zum Leben
- wahrscheinlich zum Leben

Vielleicht sind wir nur ein Abfallprodukt
von kosmischen Prozessen
Vielleicht wird durch unser Verhalten
ein fernes Fieber gemessen
Vielleicht ist die Sonne eigentlich
irgendwo der letzte Schrei
und wir sind dabei auch entstanden
aber mehr so nebenbei

R: In Träumen ist es manchmal leicht
die Schwerkraft aufzuheben
die Blumen sind zum Blühen da,
und wir - wahrscheinlich zum Leben.

Und was wir mit Sicherheit wissen
wir sind so groß und so klein
Und die ganze Menschheit ist im Weltall
relativ allein.
Und den Halt, den wir alle so brauchen,
wie Liebe und andere Gründe
den können wir, wenn überhaupt,
bei anderen Menschen finden.
Und wenn das alles Unsinn ist
Damit kann ich leben
Nur wer aufgehoben ist,
kann auch andere heben.

R: In Träumen ist es manchmal leicht
die Schwerkraft aufzuheben
die Blumen sind zum Blühen da,
und wir - wahrscheinlich zum Leben

Funny van Dannen: Zum Leben (Von seinem neuen Album "Saharasand")

Die Post ...


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