Mittwoch, 17. Juni 2009

Poetische Anbetung

Gelobt sei Dein Name, o mein Gott,
Du Gott aller Dinge,
Du meine Herrlichkeit und aller Dinge Herrlichkeit,
meine Sehnsucht und aller Dinge Sehnsucht,
meine Stärke und aller Dinge Stärke,
mein König und aller Dinge König,
mein Besitzer und aller Dinge Besitzer,
mein Ziel und aller Dinge Ziel,
mein Urheber und aller Dinge Urheber!
Laß es nicht zu, ich flehe Dich an,
daß ich vom Meere Deines zarten Erbarmens ferngehalten werde
oder von den Gestaden Deiner Nähe.

Baha'u'llah

Ein Traumbild

Gefragte Kompetenz

Gestern in der "Presse"

Iran 2.x ?

Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg befasst sich mit den Schwierigkeiten der Berichterstattung aus dem Iran: "Dass die Öffentlichkeit auf Mutmaßungen über das Geschehen angewiesen ist, liegt im Interesse des Gottesstaates. Dank Internet und Mobilfunk werden sich die weißen Nachrichtenflecken hoffentlich trotzdem in Grenzen halten. Wer weiß, am Ende scheitern die Mullahs an der Generation Twitter. Zu gönnen wär's ihnen."

Aus der Presseschau des Deutschlandfubnks vom 17.06.2009

Aus der Kirchenzeitung


Die Saat, Nr. 8/2009 (14.06.2009), S. 5

Dienstag, 16. Juni 2009

Blue

Multireligiosität

"Ich persönlich habe meine geistige Heimat in einer evangelischen Gemeinde gefunden und überlege seit einiger Zeit dort einzutreten, bin aber offiziell auch in einem Sufi - Orden und ich fühle mich auch der Yogatradition ganz verbunden, das ist auch mein Lebensweg."

"Wir stehen auf, in der Früh begibt sich jeder in einen anderen Raum. Und jeder macht seine Übungen. Anthony macht seine Yoga Übungen, Pranayama. Ich beginne aber mit Sufi Meditationen, mit Sufi Mantren stimme ich mich auf mich ein und auf den Tag ein. Und dann beginne ich mit meinen Yogaübungen. Dann treffen wir uns um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und bevor wir frühstücken, beten wir gemeinsam und lesen aus der Bibel, sprechen dann ein bisschen darüber beim Frühstück. Und in den Yogastunden kommt genau dann das durch, was wir für uns auch Tagesthema war in den Schriften, in der eigenen Erfahrung und das lassen wir mit einfließen."

Eingangsstatements einer Frau in der Sendung "Ich bin multireligiös." Religionskomponisten schöpfen aus verschiedenen Brunnen, wdr5, 11.06.2009 Uhr.

Die Sendung kann man hier auch nachhören.

Ist das der Anfang der Zukunft der Religionen in einer globalisierten Welt? Oder ist eine solche religionsübergreifende Sicht, die vor allem aus den mystischen Traditionen schöpft, immer nur etwas für wenige?

Hier geht es nicht um Stationen auf dem spirituellen Weg, sondern um Gleichzeitigkeit. In den Lebensläufen nicht weniger Menschen findet sich heute das Ausprobieren verschiedener religiöser Angebote. Die Menschen aber, die in dieser Sendung zu Wort kommen, haben für sich eine Synthese gefunden.

Das setzt eine bestimmte Weite des Horizonts und des Herzens voraus, vor allem auch eine tiefe und lebendige Spiritualität. Mit esoterischer Praxis, die ja auch mancherlei aus verschiedensten Traditionen zueinanderfügt, ist das durchaus zu vergleichen. Die Übergänge sind fließend, aber in der Esoterik werden oft bestimmte Ergebnisse, rasche Erfolge, schnelle Besserungen der Lebenssituation gesucht - und vor allem wird dabei viel Geld ausgegeben bzw. verdient. Multireligiosität, wie sie in dieser Sendung aufscheint, sucht die tiefere, mystische Wahrheit in den Religionen, nicht die schnelle magische Lösung.

Aufblick

Betrachtung

Ich

Die Ehre hat mich nie gesucht;
Sie hätte mich auch nie gefunden.
Wählt man, in zugezählten Stunden,
Ein prächtig Feierkleid zur Flucht?

Auch Schätze hab ich nie begehrt.
Was hilft es sie auf kurzen Wegen
Für Diebe mehr als sich zu hegen,
Wo man das wenigste verzehrt?

Wie lange währt's, so bin ich hin,
Und einer Nachwelt untern Füßen?
Was braucht sie wen sie tritt zu wissen?
Weiß ich nur, wer ich bin.


Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)