Das Mobiltelefon ist in Österreich das Kommunikationsmittel Nr. 1. Die Mauern des Lutherhofes sind aber dick, der Handyempfang ist in meiner Wohnung schlecht, häufig muss ich zum geöffneten Fenster gehen, damit die Verbindung nicht abbricht. In der Pfarrkanzlei ist es noch schwieriger, wenn mich da jemand auf meinem Handy anruft, stürze ich hinaus aus dem Gebäude, um störungsfrei zu telefonieren. Immer öfter führe ich darum Telefonate ganz bewusst auf längeren Fußwegen. Und seit ich mir im vergangenen Herbst ein Netbook geleistet habe, nehme ich es meist mit in die Schule und schreibe z.B. e-mails in der Straßenbahn oder irgendwo im Kaffeehaus. So werden die Wegzeiten zu Kommunikationszeiten. Ob das gesund und richtig ist? Jedenfalls ist es für mich durchaus eine hilfreiche Art, meine Zeit auszukaufen.