Die Kuppel links vom Kirchturm gehört zu einem Gebäude, in dem passenderweise "unser Perser am Eck" untergebracht ist, das iranische Lokal "Pante'A", in dem wir uns gerne zum Mitarbeiterstammtisch treffen.
Montag, 14. September 2009
Ab und zu bitte auch in der Schule sein...
Den Unterricht ertragreich, lebensnah und attraktiv zu gestalten, bedeutet eine Öffnung der Schule gegenüber ihrer Mit- und Umwelt. Dazu gehören Kooperationen mit außerschulischen Institutionen, das Einbeziehen von Expert/innen in den Unterrichtsbetrieb innerhalb der Schule und die phasenweise Verlagerung des Lerngeschehens im Sinne der Durchführung von Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen.
Moderner Unterricht in fachlicher und didaktischer Hinsicht bedingt aber auch eine permanente Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer.
Diese Faktoren, so notwendig und begrüßenswert sie einerseits sind, haben andererseits für Schülerinnen und Schüler den Entfall von stundenplanmäßigem Fachunterricht zur Folge. Im Hinblick auf das Erreichen des Jahreslernzieles in jedem Gegenstand muss ein bestimmtes Stundenausmaß an Fachunterricht gesichert sein.
Beiden Ansprüchen ist Rechnung zu tragen. Es ist eine ausgewogene, pädagogisch sinnvolle Lösung geboten, die - im Zusammenwirken mit der „Unterrichtsgarantie“ (siehe RS 10/2006 „Durchführungsbestimmungen in Bezug auf Ressourcenplanung und -einsatz zum 2. Schulrechtspaket 2005) beide Forderungen entsprechend berücksichtigt.
Vorspruch zu einem neuen Erlass des Wiener Stadtschulrats zur Frage der "Abwesenheit der Lehrerinnen und Lehrer vom Unterricht"
Moderner Unterricht in fachlicher und didaktischer Hinsicht bedingt aber auch eine permanente Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer.
Diese Faktoren, so notwendig und begrüßenswert sie einerseits sind, haben andererseits für Schülerinnen und Schüler den Entfall von stundenplanmäßigem Fachunterricht zur Folge. Im Hinblick auf das Erreichen des Jahreslernzieles in jedem Gegenstand muss ein bestimmtes Stundenausmaß an Fachunterricht gesichert sein.
Beiden Ansprüchen ist Rechnung zu tragen. Es ist eine ausgewogene, pädagogisch sinnvolle Lösung geboten, die - im Zusammenwirken mit der „Unterrichtsgarantie“ (siehe RS 10/2006 „Durchführungsbestimmungen in Bezug auf Ressourcenplanung und -einsatz zum 2. Schulrechtspaket 2005) beide Forderungen entsprechend berücksichtigt.
Vorspruch zu einem neuen Erlass des Wiener Stadtschulrats zur Frage der "Abwesenheit der Lehrerinnen und Lehrer vom Unterricht"
Samstag, 12. September 2009
Die Wirklichkeit...
Aus "heute" 9.9.2009, S. 12
... übertrifft manmal die schrillsten melodramatischen Fantasien. Die betreffende katholische Gemeinde ist ganz in unserer Nähe. Eine Klage wegen fahrlässiger Tötung steht zu erwarten. Die Diözese Wien hat alsbald die Überprüfung der Standfestigkeit sämtlicher Marterl angeordnet.
Freitag, 11. September 2009
Schräg, fromm und frei - Ein Film in der ARD
Matthias Vernaldi leidet von Geburt an an Muskelschwund und ist auf den Rollstuhl angewiesen. 1978 gründeten er und nicht behinderte Freunde eine Landkommune im thüringischen Hartroda. Kennengelernt hatten sie sich in einer sozialdiakonischen Einrichtung. Nach Beendigung der 10. Klasse gab es für die Behinderten zwei Alternativen - zurück ins Elternhaus oder in ein Altenheim. Beides wollten sie nicht. Sie wollten frei und selbst bestimmt leben. So entstand die Idee einer christlichen Bruderschaft. Die evangelische Kirche unterstützte sie und stellte das verlassene Pfarrgehöft in Hartroda zur Verfügung. In der Ostthüringer Agrarsteppe fanden sie einen Ort, den sie mit ihren Ideen füllen konnten. Sie wollten wirklich fromm leben. Doch die Lebensrealität war stärker. Hartroda entwickelte sich von einer Hippie- zur Punk-Kommune. Die Kommunarden engagierten sich in der Umwelt- und Friedensbewegung. Matthias Vernaldi lebt heute in Berlin. Der Film begleitet ihn in die Vergangenheit. Diese findet sich in der MfS-Akte "Parasit" minuziös wieder. Die Staatssicherheit bezeichnet die jungen Leute als "Ausputzertruppe", denen man lieber "ein Ende mit Schrecken" als "Schrecken ohne Ende" bereiten sollte. Zwei Oberkirchenräte und der Hausarzt der Kommune waren Zuträger der Staatssicherheit - und auch der Mitbewohner Bertram. Doch er hielt dies nicht lange aus und offenbarte sich Matthias Vernaldi noch vor 1989. Auch Matthias' Schwestern Maria, ebenfalls an Muskelschwund erkrankt, und Claudia zogen in den 80er Jahren nach Hartroda. Die Eltern unterstützten die Freiheitssuche der Kinder. Ihr tiefer christlicher Glauben ließ sie einen Umgang mit ihren Existenzängsten finden. Claudias Familie lebt heute auf dem eigenen Bauernhof in Mecklenburg. Schon in Hartroda bewirtschaftete sie den Hof und trug so zur Versorgung der Kommune bei. Das Lebensmodell Hartroda basierte auf gemeinschaftlichem Eigentum. Die Renten der Behinderten finanzierten die nicht behinderten Pfleger mit. Die Kommunarden von Hartroda waren "Schräg, fromm und frei". Ihr Lebensentwurf, geprägt vom christlichen Glauben, gab den Beteiligten Lebenskraft. In der geistigen Enge der DDR bedeutete das viel: einen Freiraum für selbstbestimmtes Leben.
Schräg, fromm und frei! - Die Kommunarden von Hartroda. Reportage von Tom Franke in der Reihe "Gott und die Welt" am Sonntag, 13. September 2009 um 17.30 Uhr.
Quelle: Pressemitteilung
Henry Purcell

"Die Partitur der 'Fairy Queen', gesetzt vom verstorbenen Mr. Henry Purcell und Eigentum der Anteilseigner des Royal Theatre in Covent Garden, wurde bei seinem Tod verlegt. Wer immer die genannte Partitur oder eine wahrhaftige Kopie davon Mr. Zachary Baggs, dem Geschäftsführer des oben genannten Theaters, überbringt, erhält 20 Guineas Belohnung oder einen Anteil davon pro Akt."
Anzeige in der London Gazette aus dem Oktober 1701
Mit einiger Wahrscheinlichkeit wurde er gestern vor 350 Jahren geboren, der große Komponist Henry Purcell, dessen Musik mir mein Leben lang schon lieb und wert ist.
Donnerstag, 10. September 2009
Ein Mann, an dem sich die Geister scheiden
„Von allen genialen Menschen, welche die Erde getragen, war Luther vielleicht der fanatischste, der unbelehrbarste, unfügsamste und unfriedsamste. Er konnte nur Ja-Sager um sich brauchen, um ihrer sich zu bedienen, und Neinsager, um seinen Zorn an ihnen zu entzünden und sie zu zermalmen.“
Stefan Zweig
Stefan Zweig
