Mittwoch, 14. Juli 2010
Und trotzdem surfen sie alle...
Mittwoch, 9. Juni 2010
Samstag, 5. Juni 2010
Terra nova
Donnerstag, 13. Mai 2010
Offenes WLAN
In einem Prozess klagte eine Musikerin (Inhaberin der Rechte an einem Musiktitel), dass deren Musiktitel über einem privaten Internet-Anschluss von einer Tauschbörse heruntergeladen wurde. Der Anschluss-Inhaber konnte jedoch zweifelsfrei belegen, diesen Download nicht getätigt zu haben, der er zu der Zeit im Urlaub war.
Die Karlsruher Richter haben im konkreten Fall beschlossen, dass sich daraus jedoch kein Anspruch auf Schadensersatz ableiten lässt, sondern lediglich ein Anspruch auf Unterlassung besteht."
Donnerstag, 18. März 2010
Wir wissen, was wir tun
Die Mehrheit der Deutschen ist davon überzeugt, dass das Internet die Menschen einsamer macht. Das ergab eine repräsentative Vergleichsstudie der Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg).
Wie diese am 16. März mitteilte, sind 59 Prozent der Meinung, dass durch die virtuelle Welt die Vereinsamung zunimmt. 1998 seien noch 41 Prozent dieser Ansicht gewesen. „Im Internetzeitalter klaffen Wunsch und Wirklichkeit immer mehr auseinander“, sagte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Prof. Horst W. Opaschowski. „Neue Kontaktnetze sind oft nur einen Mausklick weit entfernt, können aber zwischenmenschliche Beziehungen immer weniger ersetzen, weil sie oberflächlich und beliebig bleiben.“ Mailen, Chatten und Surfen seien zwar zum Volkssport für die junge Generation geworden. „Aber viele junge Leute zappen durch ihr Leben und warten auf Beständigkeit vergebens.“ Ein wachsender Teil der 14- bis 34-Jährigen vermisse zunehmend „beständige Beziehungen“ (2010: 53 Prozent, 1998: 42 Prozent). 58 Prozent aller Befragten sind zudem der Ansicht, dass die Kontakte im Netz oberflächlich bleiben. 1998 meinten dies 41 Prozent. Jeder Dritte (32 Prozent) glaubt, dass man so auch weniger soziale Kontakte am Arbeitsplatz hat (1998: 25 Prozent). Das Internet sei „mehr Jobkiller als Beschäftigungsmotor“, sagen inzwischen 29 Prozent (1998: 20 Prozent). Nicht einmal jeder Vierte (24 Prozent) sieht das Internet als Bereicherung für das private Leben (1998: 26 Prozent).
Internet fördert Aggressivität
Zudem glaubt fast jeder Zweite (46 Prozent), dass die Sinnesüberreizung die Aggressivität fördert (1998: 37 Prozent). Opaschowski: „Die kulturkritische Befürchtung, wonach wir es in Zukunft mit einer reizüberfluteten Generation zu tun haben, die im Alltag zunehmend nervöser und aggressiver reagiert, kann Wirklichkeit werden.“ Hyperaktivität und Konzentrationsmangel könnten die Folge sein, weil die junge Mediengeneration permanent mit schnellen Schnitten sowie abrupten Szenen- und Situationswechseln aufwachse.
Mehrere Leben leben
Unter den Internetnutzern von 14 bis 34 Jahren geben immer mehr offen zu, dass sie im Internet selbst „eine Rolle spielen“ und „sich anders geben“ können, als sie wirklich sind (2010: 49 Prozent, 1998: 29 Prozent). Auch nutzen viele von ihnen den Computer als Rückzugsnische mit der Begründung, auf dieser Weise „dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen“ (2010: 44 Prozent, 1998: 30 Prozent). Gut ein Drittel der jungen Generation (37 Prozent) glaubt, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können (1998: 30 Prozent. Opaschowski: „Für die junge Mediengeneration ist die Computerkultur ein zweites Leben (Second Life) geworden. Avatar lebt: Im Internet können sich die jungen Leute immer wieder neu erfinden. Der Wunsch kommt auf: Mehrere Leben leben!“ Dennoch glaubt nur etwa jeder Vierte (2010: 26 Prozent, 1998: 27 Prozent), dass diese Einstellung Auswirkungen auf ihre Werteorientierung hat. Das Internet ist für sie nur eine Schaubühne, auf der sie spielen und gelegentlich auch probeleben können. Nach Ansicht der Stiftung wird vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse die Erziehung zur Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger werden – vom persönlichen Medienkonsum nach Maß über regelmäßige Entspannungsübungen bis zu attraktiven Alternativen zum multimedialen Angebot. Für die Studie wurden in Deutschland 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Zehntelsekunden, die sich zu Minuten summieren können
Samstag, 12. September 2009
Montag, 27. Juli 2009
Bitte schütteln
Zuerst dachte ich, was ist denn das für ein merkwürdiges Programm? Orakeln mit der Bibel, das kann doch nichts sein? Nach dem Aufruf des Programmes, stellt man sich eine wichtige Frage auf die man eine Antwort oder einen Rat benötigt und schüttelt nachfolgend das Gerät. Danach erhält man eine Antwort, mit einem Zitat aus der Bibel und einer Erklärung. Ich war skeptisch und probierte es aus. Doch die Antwort passte genau. Reiner Zufall? Also, noch einmal probiert, mit einer anderen Frage. Die Antwort passte wieder ganz genau. Ein drittes Mal probiert und wieder passte die Antwort. Ich war erstaunt. Ein aussergewöhnliches Programm.
skaldenland.net
Montag, 20. Juli 2009
Die große Verführung
Powerpoint ist ein faszinierendes Stück Software, ungefähr so, wie LSD oder Morphium faszinierende Substanzen sind. Wenn sie aber in falsche Hände geraten, und das ist leider fast immer der Fall, dann machen sie kurzfristig jeden Traum wahr.
Powerpoint formatiert Gedanken. Hell leuchten sie auf das Publikum herab, kleine, schimmernde Wunder, bereitet aus den Zutaten Finsternis, Beamerlicht und kurzen Stummelsätzen. Die drei Grazien der Präsentation – Zurückhaltung, Einfachheit, Natürlichkeit – bleiben ja meist ausgesperrt. In der Regel steht in Riesenschrift geschrieben, was gesagt wird, und was gesagt wird, steht geschrieben. Die Cognitive Load Theory besagt aber, dass man eine Information kaum verarbeiten kann, wenn sie sich sowohl hören als auch sehen lässt.
Die Konkurrenz zwischen Auge und Ohr ermüdet das Organ dazwischen. Die Arme werden schwer. Man gerät in Trance. Mit Powerpoint machen die Manager dieser Welt Ferien vom Ich.
Wer heute ohne Folien zu einer Präsentation antritt, steht so nackt da, als wäre er ohne Hosen aufs Podium gestiegen. (...) Deftiger spricht der US-amerikanische Autor Seth Godin in dem E-Book "Really Bad Powerpoint" zu uns: "Nahezu jede Powerpoint-Präsentation stinkt nach verfaulten Eiern."
Franz Zauner: Käfig voller Folien, Wiener Zeitung 11. Juli 2009, Extra S. 2
In der Tat: Powerpoint ist nicht nur eine weltweite Seuche, sondern ein Instrument zur Erzeugung des schönen Scheins von Einfachheit, Klarheit, Kompetenz. Ganz selbstverständlich wird heutzutage erwartet, dass Schüler heute späterstens zur Matura mit diesem Programm umgehen. Rechtschreibung ist vielleicht nicht ihre Stärke, aber Folien können sie erstellen und abspielen. Leider kommen die Rechtschreibfehler dann auch besonders klar heraus.
Quelle: