Freitag, 4. Juni 2010
Poetry meets politics
Freitag, 21. Mai 2010
Plakataktion in Deutschland
"Für Empörung sorgt derzeit ein großflächiges Plakat mit der Aufschrift 'Kirchenskandale ohne Ende: Jetzt reicht?s! Kirchenaustritt jetzt!'. Darin wird auf die aktuellen Missbrauchsskandale Bezug genommen. Doch es werden noch weitere Vorwürfe gegen die Kirchen laut: Schwelgen im Luxus und Praktizieren heidnischer Kulte. Als Urheber nennt das Plakat lediglich „Freie Bürger für Anstand und ethische Werte“. Für weitere Informationen wird auf eine Telefonnummer und eine Internetadresse verwiesen. Für die deutschlandweit angeblich 300 bis 400 verbreiteten Plakate zeichnet die Initiative 'Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche' verantwortlich, die dem Umfeld des Universellen Lebens (UL) zuzurechnen ist. Bei der Plakataktion handelt es sich um einen Missbrauch der zweifelsohne skandalösen Missbrauchsfälle zur pauschalen Stimmungsmache gegen die Kirchen. Stil und Inhalt offenbaren in drastischer Weise den Kirchenhass der Sekte und auch den inneren Druck, dem 'Urchristen' durch die Ideologie des UL ausgesetzt sind."Matthias Pöhlmann im EZW-Materialdienst 5/2010
Dienstag, 11. Mai 2010
Wie war das mit der stabilen Währungspolitik?
So geht Europa also unter. Unsere armen Kinder. Vermutlich sollte alles noch einmal neu beginnen. Alle zurück an den Start, aber das geht eben nur im Spiel. Neustart des Programms, so einfach wäre das am Computer. Der Ruf nach einem allgemeinen Schuldenerlass wurde bislang immer nur für Staaten der früher so genannten "Dritten Welt" laut. Inzwischen täte ein solcher Schuldenerlass auch der Euro-Zone gut, wenigstens in ihrem südlichen Abschnitt. Kinder, wie die Zeit vergeht und die Welt sich verändert! Das wahre Ausmaß dieser Krise wird von den meisten Menschen wohl gar nicht wahrgenommen. Die machen sich Sorgen um Vulkanausbrüche, fiebern der Fußball-Weltmeisterschaft entgegen oder fragen sich ganz schlicht, wie sie die nächste Stromrechnung bezahlen sollen. Es ist die alte Vogel-Strauß-Politik: Uns wird es schon nicht treffen - oder jedenfalls nicht so schlimm. Andere werden es bezahlen müssen - vermutlich unsere Kinder und Enkel.
Donnerstag, 18. März 2010
Wir wissen, was wir tun
Die Mehrheit der Deutschen ist davon überzeugt, dass das Internet die Menschen einsamer macht. Das ergab eine repräsentative Vergleichsstudie der Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg).
Wie diese am 16. März mitteilte, sind 59 Prozent der Meinung, dass durch die virtuelle Welt die Vereinsamung zunimmt. 1998 seien noch 41 Prozent dieser Ansicht gewesen. „Im Internetzeitalter klaffen Wunsch und Wirklichkeit immer mehr auseinander“, sagte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Prof. Horst W. Opaschowski. „Neue Kontaktnetze sind oft nur einen Mausklick weit entfernt, können aber zwischenmenschliche Beziehungen immer weniger ersetzen, weil sie oberflächlich und beliebig bleiben.“ Mailen, Chatten und Surfen seien zwar zum Volkssport für die junge Generation geworden. „Aber viele junge Leute zappen durch ihr Leben und warten auf Beständigkeit vergebens.“ Ein wachsender Teil der 14- bis 34-Jährigen vermisse zunehmend „beständige Beziehungen“ (2010: 53 Prozent, 1998: 42 Prozent). 58 Prozent aller Befragten sind zudem der Ansicht, dass die Kontakte im Netz oberflächlich bleiben. 1998 meinten dies 41 Prozent. Jeder Dritte (32 Prozent) glaubt, dass man so auch weniger soziale Kontakte am Arbeitsplatz hat (1998: 25 Prozent). Das Internet sei „mehr Jobkiller als Beschäftigungsmotor“, sagen inzwischen 29 Prozent (1998: 20 Prozent). Nicht einmal jeder Vierte (24 Prozent) sieht das Internet als Bereicherung für das private Leben (1998: 26 Prozent).
Internet fördert Aggressivität
Zudem glaubt fast jeder Zweite (46 Prozent), dass die Sinnesüberreizung die Aggressivität fördert (1998: 37 Prozent). Opaschowski: „Die kulturkritische Befürchtung, wonach wir es in Zukunft mit einer reizüberfluteten Generation zu tun haben, die im Alltag zunehmend nervöser und aggressiver reagiert, kann Wirklichkeit werden.“ Hyperaktivität und Konzentrationsmangel könnten die Folge sein, weil die junge Mediengeneration permanent mit schnellen Schnitten sowie abrupten Szenen- und Situationswechseln aufwachse.
Mehrere Leben leben
Unter den Internetnutzern von 14 bis 34 Jahren geben immer mehr offen zu, dass sie im Internet selbst „eine Rolle spielen“ und „sich anders geben“ können, als sie wirklich sind (2010: 49 Prozent, 1998: 29 Prozent). Auch nutzen viele von ihnen den Computer als Rückzugsnische mit der Begründung, auf dieser Weise „dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen“ (2010: 44 Prozent, 1998: 30 Prozent). Gut ein Drittel der jungen Generation (37 Prozent) glaubt, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können (1998: 30 Prozent. Opaschowski: „Für die junge Mediengeneration ist die Computerkultur ein zweites Leben (Second Life) geworden. Avatar lebt: Im Internet können sich die jungen Leute immer wieder neu erfinden. Der Wunsch kommt auf: Mehrere Leben leben!“ Dennoch glaubt nur etwa jeder Vierte (2010: 26 Prozent, 1998: 27 Prozent), dass diese Einstellung Auswirkungen auf ihre Werteorientierung hat. Das Internet ist für sie nur eine Schaubühne, auf der sie spielen und gelegentlich auch probeleben können. Nach Ansicht der Stiftung wird vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse die Erziehung zur Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger werden – vom persönlichen Medienkonsum nach Maß über regelmäßige Entspannungsübungen bis zu attraktiven Alternativen zum multimedialen Angebot. Für die Studie wurden in Deutschland 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.
Donnerstag, 13. August 2009
Heiliges christliches Polen...
«In unserem Fernsehen dürfen keine Personen auftreten, die öffentlich Ansichten vertreten, die die Gefühle von Christen verletzen», sagte TVP-Sprecher Wojciech Bosak am späten Mittwochabend in Warschau. Die 25-Jährige hatte in einem Interview mit der Zeitung «Dziennik» erklärt, «irgendwelche Kerle», die viel Wein getrunken hätten, hätten sich die «Geschichten» in der Bibel ausgedacht.
Nach Angaben des privaten Nachrichtensenders TVN24 beschäftigt sich auch der Generalstaatsanwalt und Justizminister Andrzej Czuma mit den Äußerungen Dodas. Die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Dorota Rabczewska heißt, ist eine der bekanntesten Stars des polnischen Showgeschäfts. Sie selbst bezeichnet sich als gläubig und den verstorbenen polnischen Papst Johannes Paul II. als ihr «großes Vorbild».
Quelle: epd, zit. n. jesus.de
Mittwoch, 12. August 2009
Opera 2.0
Gemeinsam können die Nutzer der Internetplattform, auf der normalerweise per Kurznachricht abgefasste Blogs erscheinen, mit Beiträgen von je maximal 140 Zeichen ein Libretto schreiben. Jeder, der Twitter-Mitglied ist, kann mitmachen. Laut Covent-Garden-Sprecherin Alison Duthie soll so eine "Volksoper" entstehen. Es sei "die perfekte Art", alle an Oper "als ultimative Form des Geschichtenerzählens teilhaben zu lassen". So sollen laut Duthie neue Hörerschichten für die Form erschlossen werden. Das Ergebnis wird mit eigens komponierter Musik von Helen Porter sowie bekannten Arien-Melodien unterlegt.
Am ersten Akt haben sich rund 40 Teilnehmer beteiligt. Bisher entwickelt sich die Story des noch titellosen Werkes ziemlich märchenhaft: Der Held, Hans, ist von einer Gruppe von Vögeln in ein Turmverlies entführt worden, nachdem er einen von ihnen getötet hat. Eine Frau, die ihm helfen will, sucht derweil nach einem Serum, das helfen soll, die Sprache der Vögel zu verstehen. Weitere Rollen spielen eine singende Katze und ein "Fisch-Schwert". Eine erste literarische Klimax erreicht das Libretto mit dem Vogelchor, der, twittergerecht, "tweet tweet tweet" singt.
Uraufgeführt werden soll die Twitter-Oper am 5. und 6. September am Royal Opera House, allerdings nicht vollständig. Zwei Sänger werden diverse Rollen übernehmen und Auszüge vortragen.
Alexander Menden: Oper-Gezwitscher. Royal Opera House lässt auf Twitter Libretto schreiben, sueddeutsche.de 12.08.2009
Sonntag, 14. Juni 2009
Und es kamen fünftausend Menschen.
Am Samstag haben sich rund 5000 Menschen nach Westerland aufgemacht, um die größte Spontanparty in der Geschichte der Nordseeinsel zu feiern. Sie folgten dabei dem Aufruf eines 26-Jährigen, der ursprünglich eine kleine Feier anlässlich der Trennung von seiner Freundin geplant hatte. Sein Aufruf via Internet fand aber schnell größeren Anklang.
Die vielen Partygäste hielten die Polizei auf Trab. Besonders erschreckend sei die hohe Anzahl von "erheblich alkoholisierten" und aggressiven Teilnehmern gewesen, teilte die Polizei mit. Während der Feier sei es zu einer Reihe von Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen. Sechs Partygäste waren so betrunken, dass sie in polizeilichen Gewahrsam genommen wurden.
Lange dauerte die nach Polizeiangaben bislang größte Strandparty aber nicht. Infolge fehlender musikalischer Unterstützung und mangelndem Nachschub an Getränken machten sich bereits gegen 22.00 Uhr die ersten Gäste auf den Rückweg. Der Großteil der Besucher fuhr dann mit den letzten Zügen zurück auf das Festland.
Internet macht es möglich...