Sonntag, 8. März 2009

Unterschiede

Als Gott der Herr die Trompete des Jüngsten Gerichts hatte erschallen lassen: da standen die Deutschen ausgerichtet in zwei Reihen, mit einem besonders zuwidern Kerl vor der Front; die Engländer kamen pünktlich und gelassen angestelzt, ihre Köpfe trieben sie mit Golfschlägern vor sich her; aus der Ecke der Franzosen hörte man gar fröhliches Hämmerklopfen: sie schlugen sich kleine Löcher in die dritte Querrippe, um ihre Bändchen darin unterzubringen; die Schweizer brummelten, aufgeweckt seien sie noch nie gewesen; die Spanier blieben liegen und sagten: »Mañana! Morgen!« und die amerikanische Abteilung des Friedhofs hatte illuminiert:

    Heute Jüngstes Gericht!
    Das jüngste der Welt!
    Von Pastor Higgins von der Chicagoer Sonntagsschule vorausgesagt!
    Pastor Higgins und lieber Gott persönlich anwesend!

Als Gott der Herr dies aber alles mitansah, da jammerte ihn der Affenstall, und er vertagte die Sitzung auf unbestimmte Zeit.

Kurt Tucholsky

 Peter Panter: Nationales         Die Weltbühne, 13.10.1925, Nr. 41, S. 570 
[Kurt Tucholsky: Werke und Briefe: 1925. Tucholsky-GW Bd. 4, S. 236) (c) Rowohlt Verlag]

Erinnerung ans Mittelmeer

Deutsche Pfarrer in der Schweiz

Die vor wenigen Monaten erfolgte Kündigung des Pfarrehepaars in Speicher ist noch nicht verblasst. Etwas länger zurück liegt ein Knatsch in Reute. Und jetzt knallt's bereits wieder in einer reformierten Appenzeller Kirchgemeinde, diesmal in Rehetobel. Ausgerechnet die Vertreterinnen und Vertreter jener Institution, die einen Beitrag zur Menschlichkeit leisten will, geraten sich regelmässig in die Wolle. Eines scheint allen drei Konflikten gemeinsam: Bevor es zu einem Flächenbrand kam, brodelte es lange im Verborgenen. In Speicher war die Rede von einem Konflikt mit einer Katechetin, in Reute soll es unterschiedliche Auffassungen über die Ausübung des Pfarramts gegeben haben, in Rehetobel werden Kommunikationsprobleme und unterschiedliche Lohnvorstellungen geltend gemacht.

Ebenso augenfällig: In allen oben erwähnten Kirchgemeinden sind deutsche Pfarrerinnen oder Pfarrer betroffen. Nur Zufall? Es regt zumindest an, mal darüber nachzudenken, denn: Die Mentalität und die Anstellungsbedingungen für Pfarrpersonen unterscheiden sich in der Schweiz frappant von jenen in Deutschland. Während in der reformierten Kirche Deutschlands vom hiesigen Standpunkt aus betrachtet eher ein landesherrlicher Kirchenkult herrscht, ist die Schweizer Kirche basisdemokratisch organisiert. Folglich ist die Leitungsstellung eines Pfarrers in einer deutschen Gemeinde viel ausgeprägter als hierzulande. Kommt hinzu, dass in unserem Nachbarland ein reformierter Pfarrer nach der Ausbildung nicht direkt mit der Kirchgemeinde einen Arbeitsvertrag abschliesst, sondern mit der Landeskirche. Diese wiederum nimmt eine Pfarrerin oder einen Pfarrer jedoch nur unter Vertrag, wenn sie eine Stelle anbieten kann. Besonders speziell: «Das Dienstverhältnis wird jeweils auf Lebenszeit begründet», ist im Kirchengesetz zu lesen.

Davon ist die Schweiz weit entfernt – und die evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell besonders weit. Sie markiert unter den Kantonalkirchen derzeit gar einen Sonderfall. Im Zuge einer neuen Kirchenverfassung im Jahr 2000 ist der kaum mehr aufzulösende «Beamtenstatus» von Pfarrpersonen in ein Dienstverhältnis mit beidseits kündbarem Arbeitsvertrag umgewandelt worden. Auch wenn die Kirchenleitung damals schrieb, die neue Verfassung ermögliche eine Weiterentwicklung der Kirche, schwächte diese Änderung de facto die Stellung der Pfarrpersonen. Sie sind seither im Appenzellerland punkto Legitimation nicht mehr auf gleicher Stufe wie die Verwaltung, die in der Regel für vier Jahre gewählt wird. Mögen die Schweizerinnen und Schweizer damit einigermassen umgehen können, ist diese Situation für deutsche Pfarrer mit stärkerem Amtsbewusstsein eine grosse Herausforderung – und manchmal wohl auch Überforderung. Sie sind sich von ihren Wurzeln her eher gewohnt, «Chef» zu sein. Diese Konstellation birgt Konfliktpotential, will aber nicht heissen, jeder Knatsch gipfle in einer Kündigung. In Rehetobel hat die Kirchenvorsteherschaft das Feld geräumt.

Aufgrund unterschiedlicher Kirchenvorstellungen und Mentalitäten keine Pfarrpersonen mehr aus Deutschland zuzulassen kann kaum die Lösung sein. Schliesslich gibt es viele Kirchgemeinden, in denen sich deutsche Pfarrpersonen gut integriert haben – auch hierzulande. Neuste Zahlen des Pfarrvereins, wonach fast 40 Prozent aller evangelisch-reformierten Pfarrpersonen im Appenzellerland Deutsche sind, untermauern diesen Fakt.

Ferner ist der Grenzverkehr auch eine Win-Win-Situation. In Deutschland studieren mehr Leute Theologie, als der Markt braucht. In der Schweiz präsentiert sich die Situation umgekehrt. Der Markt ist ausgetrocknet. Ohne Zuzug von deutschem Personal hätten viele evangelisch-reformierte Kirchgemeinden (auch katholische Pfarreien) keine Seelsorgenden mehr. Ob nun allerdings eine kündbare Anstellung oder die Anstellung für einen klar fixierten Zeitraum besser ist, bleibt dahingestellt. Auch Zweiteres sehen etliche Kantonalkirchen nicht als das allein glückseeligmachende Prinzip. Denn: Je sicherer sich eine Pfarrperson fühle, desto grösser sei die Gefahr, dasssie sich auf den Lorbeeren ausruhe.

Mit der Verabschiedung eines Konzepts für die Begleitung von Pfarrpersonen mit ausländischen Berufsabschlüssen hat die evangelisch-reformierte Kantonalkirche beider Appenzell sicher einen guten Ansatz gefunden, die Integration von deutschen Pfarrpersonen zu unterstützen. Abgesehen davon wird jedoch die Volksmehrheit die Glaubwürdigkeit der Kirchenvertreterinnen und -vertreter – Angestellten wie Laien – daran messen, ob sie auch vorleben, was sie predigen: Versöhnung.

Roger Fuchs: Werden deutsche Pfarrer zur Hypothek?, St. Galler Tagblatt 7.3.2009

Jeder auf seinem Weg

Schulrituale heute

Ein Mädchen an der Bugenhagen-Schule in Hamburg ist zur Flüsterkönigin gekrönt worden. Was das soll? Sie war besonders leise, fand ein Mitschüler. Vor gar nicht langer Zeit wurden die Störer wird vom Lehrer noch in der Ecke gestellt, stattdessen wird nun der oder die Rücksichtsvolle mit einem Ehrentitel bedacht – und zwar von einem anderen Kind.

Schulrituale haben generell keinen guten Ruf mehr. Es kommen ungute Gefühle auf,  Angst oder zumindest Langeweile. Denn meist waren sie Mittel zur Strafe, Demütigung oder dazu, alle auf eine Linie zu bringen. Nachdem die Prügelstrafe abgeschafft wurde, stellte man Disziplin her, indem Tadel ins Klassenbuch eingetragen wurden. Um die Klasse einzuschüchtern, standen einzelne Schüler an der Tafel und mussten vorrechnen. Jeder kennt die Qual. Manche Rituale waren aber auch einfach nur langweilig.

Wenn zum Beispiel alle Schüler, Stühle scharrend aufstanden und  im Chor grölten: "Guten Morgen, Frau Lehrerin!" Nach dem "Setzen" scharrten die Kinder wieder. Immerhin wusste nun jeder Bescheid: Freizeit ist vorbei, der Unterricht beginnt. Diese Signale braucht man auch heute noch. Doch statt strammzustehen, erzählen die Grundschulkinder im Morgenkreis, wie es ihnen geht. Und das sogar auf Englisch. Der Anspruch ist, die Schüler nicht mehr zu demütigen und zu strafen sondern zu ermuntern, selbst Verantwortung zu übernehmen. (...)

Parvin Sadigh: Neue Schulrituale: Flüsterkönig und Morgenrunde, Zeit Online 6.3.2009

Mitten in Hernals...

... das Jörgerbad, ein wunderschönes Jugendstilhallenbad.

Samstag, 7. März 2009

Diese Asiaten...

Der Standard 29./30.11.2008, S. 39

Fernwärme Spittelau - leicht verfremdet

Evolutionsskepsis in Deutschland

Rund 30 Prozent der Deutschen halten die Evolutionstheorie zumindest teilweise für falsch und glauben an die biblische Schöpfungsgeschichte. Ein Grund zur Sorge? spektrumdirekt sprach mit dem Tübinger Wissenschaftsgeschichtler Thomas Junker über heimliche Indoktrinierung und den Mangel an evolutionsbiologischem Grundwissen.
spektrumdirekt: Herr Junker, kürzlich haben Sie auf einer Fachtagung in Dortmund vorgetragen, unter anderem ging es um das Thema Schöpfungsglaube in Deutschland. Die Konferenz stieß auf reges Interesse, aber mal ehrlich: Ist der Kreationismus hier zu Lande wirklich ein Problem?

Thomas Junker: Ich habe in der Tat kein Problem damit, dass religiöse Gruppen sich in der Öffentlichkeit zu Wort melden. Das fällt unter freie Meinungsäußerung. Was mich eigentlich stört, sind Fälle, in denen Evolutionsleugner in Schulen und Universitäten aktiv werden.

spektrumdirekt: Und so etwas kommt tatsächlich vor?

Thomas Junker
© privat
Thomas Junker
Prof. Dr. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an den Universitäten Tübingen und Göttingen.
Junker hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. Zuletzt erschien von ihm "Der Darwin-Code" (Verlag C.H.Beck, München 2009).
Junker: Ja, die Öffentlichkeit bekommt nur nichts davon mit. Mein Kollege Ulrich Kutschera und ich haben vor acht Jahren die "AG Evolutionsbiologie" gegründet, als Anlaufstelle für genau solche Fälle. Wir hätten nie gedacht, wie oft uns Studenten und Schüler von entsprechenden Aktionen berichten.

spektrumdirekt: Schaut man sich Umfragen an, sieht es in der Tat recht düster aus in Deutschland: Etwa 30 Prozent der Menschen lehnen die Evolutionstheorie ab. Aber werden für ein solches Ergebnis nicht ganz unterschiedliche und möglicherweise auch eher moderate Ansichten unter dem Begriff "Kreationist" zusammengeworfen?

Junker: Nein. Bei einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2005 hieß es beispielsweise "Die Welt und der Mensch wurden innerhalb von sechs Tagen von Gott geschaffen". Dem haben 13 Prozent zugestimmt. Und 25,2 Prozent haben sich für eine Art "Intelligent Design" ausgesprochen, glauben also an das Wirken eines göttlichen Plans. Die Fragen sind recht konkret gestellt.

spektrumdirekt: Praktisch jeder Vierte müsste demzufolge antievolutionären Auffassungen anhängen. Sehen Sie das durch Ihre Erfahrung im persönlichen Bereich bestätigt?

Junker: Wegen meines Berufs werde ich im Privatleben immer wieder auf die Evolutionstheorie angesprochen. Ich bin überrascht, bei wie vielen Gesprächspartnern sich herausstellt, dass sie ein kreationistisches Weltbild haben.

"Aussitzen schafft erst die Probleme"

spektrumdirekt: Verglichen mit den USA sind diese Zahlen allerdings eher niedrig. Bekommt das Thema in Deutschland nicht möglicherweise zu viel Aufmerksamkeit? Kreationisten dürften sich freuen ...

Junker: Die freuen sich in der Tat über jede Form von Öffentlichkeit. Ich sehe das ebenfalls als zweischneidiges Schwert. Das Beispiel USA zeigt aber auch, dass stilles Aussitzen die Probleme überhaupt erst schafft. Amerikanische Wissenschaftlervereinigungen treten heutzutage deutlich bestimmter auf als früher.

spektrumdirekt: Gibt es denn in Wissenschaftlerkreisen ein Problembewusstsein?

Junker: Zum einen gibt es diejenigen, die einfach keine Lust haben, sich mit den abwegigen Ideen der Evolutionsleugner auseinanderzusetzen. Gerade Biologen empfinden es oft als Zumutung. Es ist, als würde man einen Astronomen dazu zwingen, sich dauernd mit Astrologie zu beschäftigen. Und zum anderen gibt es diejenigen, die sich dafür aussprechen, das Thema bewusst zu ignorieren. Aber Kollegen erzählen mir auch, wie erstaunt sie waren, in ihren Biologievorlesungen Studenten mit kreationistischen Ansichten anzutreffen. Wer sich nie damit befasst hat, steht in solchen Situationen ohne Argumente da. Deswegen haben wir gesagt: Wir machen etwas dagegen.

"Es wurde so getan, als sei das nichts Außergewöhnliches"

spektrumdirekt: Oft heißt es, zu einer umfassenden Bildung gehört es, beide Seiten zu kennen, weshalb auch die Schöpfungsgeschichte ihren Platz in der Schule haben sollte. Sie sehen das Informationsdefizit allerdings eher im Bereich Biologie.

Junker: Richtig. Viele Jugendliche haben keine Ahnung von Evolutionstheorie und werden regelrecht indoktriniert. Würden die Kinder dagegen schon im Grundschulalter und nicht erst irgendwann in der Oberstufe die Grundzüge kennen lernen, wären sie nicht so unvorbereitet. Dann könnten sie sich auch ihre eigene Meinung bilden. Nicht der Kreationismus an sich ist das Schlimme, sondern die Einflussnahme auf Menschen, die nicht abwägen können.

spektrumdirekt: Im Rahmen Ihrer Tätigkeit für die Anlaufstelle "AG Evolutionsbiologie" beobachten Sie immer wieder solche Fälle. Was geschieht da konkret?

Junker: Entsprechende Themen werden einfach auf den Lehrplan gesetzt. Mitte 2007 gab es beispielsweise an der FH Gießen den Fall, dass Informatikstudenten als Klausurstoff die Ansichten eines regelrechten Hardcore-Kreationisten lernen mussten. Zuerst wurde so getan, als sei das nichts Außergewöhnliches. Auf unseren Protest hin hat man es, wie es scheint, still und heimlich wieder sein lassen. Mit solchen Fällen werden wir relativ häufig konfrontiert.

spektrumdirekt: Große Wellen haben ja auch die Vorschläge der ehemaligen hessischen Kultusministerin Karin Wolff geschlagen, die biblische Schöpfungslehre im Biologieunterricht zu behandeln.

Junker: Ich denke, das hat ihr und der CDU geschadet. Kürzlich wurde ich eingeladen, einen Vortrag in der hessischen Landesregierung zu halten. Mein Eindruck war, dass man mittlerweile erkannt hat, dass man nicht so ohne Weiteres die Kreationisten bedienen kann, ohne gleichzeitig die Wissenschaftler zu verprellen.

"An das heliozentrische Weltbild haben wir uns auch gewöhnt"

spektrumdirekt: Auch wenn es an schulischem Wissen um die Details mangelt, den Kernpunkt der Evolutionstheorie - alle Entwicklung beruht letzten Endes auf Zufall - dürften die meisten verstanden haben.
Darwin-Karikatur
Darwin-Karikatur
Ist es nicht genau diese Tatsache, gegen die sich die überwiegende Mehrheit der Kreationisten bewusst entscheidet?

Junker: Mein Eindruck ist eher, dass die Evolutionstheorie auf den ersten Blick einfach kontraintuitiv wirkt. Aber an das heliozentrische Weltbild haben wir uns letztendlich auch gewöhnt. Ich bin da nicht pessimistisch. Wer sich besser auskennt, wird feststellen, dass Kreationisten nichts Sinnvolles dagegenzusetzen haben. Alles, was sie können, ist immer wieder Zweifel zu säen.

spektrumdirekt: Der Satz "Die Evolutionstheorie ist eben auch nur eine Theorie" hat sich selbst bei Leuten festgesetzt, die eigentlich eher wissenschaftsfreundlich eingestellt sind.

Junker: Das kann man sicher so sagen. Es ist die große Strategie der Kreationisten, wieder und wieder auf vermeintliche Lücken und Widersprüche hinzuweisen, die gar nicht existieren. Wenn ein Biologe aus rhetorischen Gründen eine noch offene Frage zum großen Problem stilisiert, wird das sofort aufgegriffen. Die Auflösung desselben Autors am Ende des Buchs lassen sie stillschweigend unter den Tisch fallen. Und wenn seriöse Medien immer wieder mit Thesen wie "Darwinismus am Ende!" titeln, mag das vielleicht spannend klingen, aber es bleibt eben nicht ohne Folgen.

spektrumdirekt: Seriöse Medien sprechen im Allgemeinen eher Intellektuelle an. Findet der Kreationismus in diesen Kreisen überhaupt Zuspruch?

Junker: Aus statistischer Sicht scheint die Zustimmung zum Kreationismus in der Tat mit sinkendem Bildungsgrad zusammenzuhängen. Es ist auch weniger die grundsätzliche Ablehnung der Entwicklungsgeschichte als vielmehr Skepsis gegenüber bestimmten Ideen. Der "Spiegel" distanzierte sich beispielsweise kürzlich von Ansätzen der Evolutionspsychologie. Dass das Verhalten des Menschen durch seine Natur bestimmt ist, wurde als völlig haltlos dargestellt. Mit welcher Vehemenz das geschah, hat mich erstaunt. Er hätte das nicht getan, würden solche Positionen nicht auf Gegenliebe stoßen.

spektrumdirekt: Zum Schluss hätten wir gerne noch einen Tipp von Ihnen: Wie sollte man in einer Diskussion konkret auf die Argumente der Kreationisten reagieren?

Junker: Mir scheint die Strategie, die Darwin selbst angewandt hat, am erfolgversprechendsten: Zunächst zuhören und dann beharrlich nach den Alternativerklärungen fragen. Dann kommen meist diese berühmten skurrilen Geschichten, etwa dass die Dinosaurier wegen des Sündenfalls ausgestorben sind. Die meisten Leute merken dann von selbst, wie absurd das ist.

www.wissenschaft-online.de

Nach meiner Einschätzung ist dieser Befund weniger mit Indoktrination als mit dem völligen Misserfolg naturwissenschaftlichen Unterrichts zu erklären. Und natürlich mit dem großen Desinteresse gegenüber allem, was jenseits des engsten, eigenen Horizonts liegt.
Ein Fach wie Biologie hat es in der Schule nicht weniger schwer als Physik oder Chemie, Religion oder Erdkunde. Bei sehr vielen Schülern ist das so, dass Geschichte, gar Naturgeschichte so fern und fremd ist wie der Stadtplan von Tokio. Und bei nicht wenigen Erwachsenen bleibt es ganz einfach bei dieser Haltung.

Sie werden uns überleben