Dienstag, 7. April 2009
Stille Woche
Zu den Mythen über den Dienst eines Pfarrers gehört es, dass er in der Karwoche besonders viel zu tun habe. Es ist gerade andersherum: Weil Schulferien sind und gemeindliche Termine sich nach den Ferienterminen orientieren, ist die Karwoche eher eine wirklich stille Woche, in der es "nur" Gottesdienste (und deren Vorbereitunge) gibt. Aber dafür keine Schule, keine Konfirmanden, keine Gemeindekreise, keine Sitzungen. So kann ich diese letzten Tage der Passionszeit tatsächlich als stille Woche begehen. Und das ist wirklich gut und erhebend.
Montag, 6. April 2009
Die ruinierte Oper
Haben Sie eine Vision, wie man junge Menschen wieder für Opern und Heldentenöre begeistern könnte? Kollo: Das ist ein furchtbar langes Thema, weil die Oper sehr ruiniert wurde. Wenn man so zusammenspart, dass die Opernhäuser gar nicht mehr arbeiten können und die Sänger keine Sicherheit haben, diesen Beruf in Ruhe auszuüben, dann hat es eigentlich gar keinen Sinn, dass man so weitermacht. In der Oper hantieren viele Leute herum, die gar keine Ahnung haben.
Viele Schaumschläger
Sie müssten ja sonst wissen, dass man Sänger aufbauen muss, dass man sie nicht verbrauchen darf. Man muss wissen, was man ihnen zumuten kann. Es gibt ja viele Schaumschläger, die in der Oper ihre Karriere machen, aber die Oper nicht weiterbringen. Ich habe schon vor 30 Jahren gesagt: "Wenn wir jetzt nicht aufbauen, dann haben wir in 30 Jahren keine Zukunft mehr", und genau da sind wir jetzt. Was würden Sie singbegeisterten Menschen empfehlen, um das Potential ihrer Stimme weiter zu entfalten? Kollo: Wenn sie das nur im privaten Rahmen machen, ja, dann sollen sie singen - im Chor. Da kommt es ja nicht so drauf an, dass jeder Ton eine Perle ist. Richtig singen ist nicht so einfach, wie die Leute glauben. Richtig singen können sie vielleicht, wenn sie das 15 Jahre gemacht haben. Dann kommen sie langsam dahin, wo sie eigentlich hin gedacht haben. Der alte Sängerwitz ist immer, wenn einer 70 ist und sagt "Jetzt kann ich's".
Viele Schaumschläger
Sie müssten ja sonst wissen, dass man Sänger aufbauen muss, dass man sie nicht verbrauchen darf. Man muss wissen, was man ihnen zumuten kann. Es gibt ja viele Schaumschläger, die in der Oper ihre Karriere machen, aber die Oper nicht weiterbringen. Ich habe schon vor 30 Jahren gesagt: "Wenn wir jetzt nicht aufbauen, dann haben wir in 30 Jahren keine Zukunft mehr", und genau da sind wir jetzt. Was würden Sie singbegeisterten Menschen empfehlen, um das Potential ihrer Stimme weiter zu entfalten? Kollo: Wenn sie das nur im privaten Rahmen machen, ja, dann sollen sie singen - im Chor. Da kommt es ja nicht so drauf an, dass jeder Ton eine Perle ist. Richtig singen ist nicht so einfach, wie die Leute glauben. Richtig singen können sie vielleicht, wenn sie das 15 Jahre gemacht haben. Dann kommen sie langsam dahin, wo sie eigentlich hin gedacht haben. Der alte Sängerwitz ist immer, wenn einer 70 ist und sagt "Jetzt kann ich's".
Harte Zeiten, auch in Österreich
Vorigen Sommer wurde der Kündigungsschutz für Lehrlinge gelockert. Bisher konnte ein Lehrverhältnis nur einvernehmlich oder aus schwerwiegenden Gründen wie Diebstahl beendet werden. Nach dem neuen Berufsausbildungsgesetz dürfen nun aber Lehrlinge nach jedem Lehrjahr, also bereits nach dem ersten, das für viele im September endet, gekündigt werden. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaftsjugend, Jürgen Michlmayer, befürchtet nun, dass im Herbst eine große Kündigungswelle bei Lehrlingen bevorsteht, berichtet das Ö1-Morgenjournal des ORF-Radio.
Kurier
Harte Zeiten. Wer mag es den jungen Leuten verdenken, dass sie sich vor der Zukunft fürchten?
Kurier
Harte Zeiten. Wer mag es den jungen Leuten verdenken, dass sie sich vor der Zukunft fürchten?
Samstag, 4. April 2009
Feine Unterschiede
Die in Ingelheim frisch eingeweihte und von Politikern und Kirchenvertretern euphorisch gefeierte Moschee heißt „Fatih-Sultan-Moschee“. Der Name ist wohl nicht „zufällig“ gewählt. Der türkische Sultan Mehmet II. trug den Beinamen „Fatih“ („der Eroberer“). Im Jahre 1453 hat dieser Christenhasser das bis dahin christliche Konstantinopel überrannt, alle Christen zusammentreiben, pfählen und köpfen lassen. Er zerstörte das christliche Byzantinische Reich. Das von ihm angeordnete Blutbad war grauenvoll.
Überall in Europa nennen muslimische Mitbürger heute ihre neu entstehenden Moscheen nach den großen Christenhassern ihrer Geschichte. Viele klatschen, wenn etwa mit immer neuen „Fatih“-Moscheen die Gefühle europäischer Christen mit Füßen getreten werden. Bloß nicht den Islam „beleidigen“. Kämen Christen auf die Idee, eine Basilika etwa nach dem Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon zu benennen? (...)
Udo Ulfkotte: Dulden wir die Islamisierung Europas?, Die Welt 08.12.2008
Überall in Europa nennen muslimische Mitbürger heute ihre neu entstehenden Moscheen nach den großen Christenhassern ihrer Geschichte. Viele klatschen, wenn etwa mit immer neuen „Fatih“-Moscheen die Gefühle europäischer Christen mit Füßen getreten werden. Bloß nicht den Islam „beleidigen“. Kämen Christen auf die Idee, eine Basilika etwa nach dem Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon zu benennen? (...)
Udo Ulfkotte: Dulden wir die Islamisierung Europas?, Die Welt 08.12.2008
Freitag, 3. April 2009
Die Farbe der Sehnsucht
Mein blaues Klavier
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.
Es steht im Dunkel der Kellertür,
Seitdem die Welt verrohte.
Es spielten Sternenhände vier
- Die Mondfrau sang im Boote -
Nun tanzen die Ratten im Geklirr.
Zerbrochen ist die Klaviatür….
Ich beweine die blaue Tote.
Ach liebe Engel öffnet mir
- Ich aß vom bitteren Brote -
Mir lebend schon die Himmelstür -
Auch wider dem Verbote.
Else Lasker-Schüler
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.
Es steht im Dunkel der Kellertür,
Seitdem die Welt verrohte.
Es spielten Sternenhände vier
- Die Mondfrau sang im Boote -
Nun tanzen die Ratten im Geklirr.
Zerbrochen ist die Klaviatür….
Ich beweine die blaue Tote.
Ach liebe Engel öffnet mir
- Ich aß vom bitteren Brote -
Mir lebend schon die Himmelstür -
Auch wider dem Verbote.
Else Lasker-Schüler