Donnerstag, 17. April 2008

U-Bahn-Steg Michelbeuern

Lieber Führer Adolf Hitler!

"Du süßestes herzensbestes Lieb, mein Einziges, mein Allerbester, mein trautest und heißest Geliebtes. Weißt Du, heute könnte ich Dir gar nicht genug Namen geben, heute möchte ich Dich vor lauter Lieb' auffressen. Was würden aber da die anderen sagen?"

"Ich küsse Dich auf Deine 4 Buchstaben und tue Front frei, damit Du fühlst wie lieb ich Dich hab."

"Lieber Führer Adolf Hitler! Eine Frau aus dem Sachsenland wünscht sich ein Kind von Ihnen."

Aus Liebesbriefen an den Führer


Der Wahnsinn des Dritten Reiches spiegelt sich auch in solchen Dokumenten.

Theresiengasse

Angekommen, ganz und gar

Wie lange bin ich da in Wien? Noch keine acht Monate. Mir kommt es viel länger vor.
Je mehr ich die Gemeinde und die Menschen in ihr kennenlerne, um so lieber wird sie mir.
Anfangs war da gewiss noch manche Irritation auf beiden Seiten, aber mittlerweile hat sich einfach das gute Gefühl eingestellt, hier ganz richtig am Platz und eben zu Hause zu sein.

Mittwoch, 16. April 2008

Mit bewegter Kamera



Fröhliche Scheidung
























Messerhalter in Form eines Ex-Mannes, eines von vielen Produkten auf "smashingkatie.com". (Bild: dpa) © dpa

Im Club "Christophers's" in Fort Lauderdale (US-Bundesstaat Florida) feierten und tanzten kürzlich rund 400 frisch Geschiedene ausgelassen bis in die Morgenstunden. Sie labten sich an Cocktails mit dem doppeldeutigen Namen "Marriage on the rocks" (wörtlich: Ehe auf Eis, aber auch: Ehe in Scherben). Und demonstrativ wanderte das ein oder andere Ehering-Imitat mit der Toilettenspülung in unbekannte Tiefen - die echten Ringe wären denn doch zu wertvoll gewesen.

"Es ist wichtig, nach dem oft schmerzhaften Scheidungsprozess wieder raus zu gehen und zu feiern. Das ist eine emotionale Befreiung", sagt die Organisatorin von "Amerikas größter Scheidungsparty", Christina Rowe. Ihr Mann hatte sie nach 13 Ehejahren verlassen. Rowe glaubt, dass es in Zeiten instabiler Beziehungen zunehmend einen neuen, selbstbewussteren Umgang mit Trennungen gibt. "Eine Scheidung ist auch der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, den man genauso feiern sollte wie Geburtstage oder Hochzeiten."

Es gibt viele Belege, dass Scheidungen in den USA inzwischen auch fröhlich zelebriert werden: Im Internet gibt es unzählige Utensilien zu kaufen, die sich über Scheidungen lustig machen. Konditoreien offerieren Scheidungs-Torten. Ein Unternehmen in New Orleans verleiht Leichenwagen an frisch Geschiedene, die mit Freunden symbolträchtig den "Tod ihrer Ehe" feiern wollen.

Besonders erfolgreich ist die Internet-Anbieterin Angie Schmidt. Nachdem ihr Mann sie 2006 wegen einer Geliebte namens Katie verlassen habe, hätten ihr Freundinnen ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Fragt Katie, wo mein Mann ist" geschenkt, berichtet sie.

Erstmals seit der Scheidung habe sie wieder lachen können - deshalb beschloss die Betriebswirtin und Marketingexpertin lustige Scheidungs-Geschenke zu vertreiben. Heute reicht ihre Produktpalette von Ehering-Särgen bis hin zu dem Ex nachgebildeten Vodoo-Puppen. Ihre Internet-Boutique benannte sie nach der Geliebten ihres Ex-Mannes: "smashingkatie.com" ("Nieder mit Katie!").

Der jüngste Trend habe einen ernsten sozialen Hintergrund, erklärt der renommierte Soziologe Prof. David Popenoe. "Scheidungen sind in den USA so normal geworden, dass sie als selbstverständlicher Teil des Lebens akzeptiert werden", sagt er. In den 60er Jahren sei die Scheidungsrate explosionsartig angestiegen und habe die USA zum Scheidungs-Land Nummer eins in der Welt gemacht. Seit Mitte der 80er Jahre sei die Rate zwar rückläufig, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine neu geschlossene Ehe in den USA scheitere, liege heute bei knapp 50 Prozent.

Inzwischen gibt es auch deutliche Kritik an dem Geschäft mit den eigenwilligen Artikeln und Veranstaltungen. "Jede Scheidung ist ein Ärgernis für Gott. Deshalb sollten Trennungen Tränen hervorrufen, nicht Lacher und Witze", schimpfte der bei Evangelisten populäre christliche Blogger Barabbas über die lockeren Umgang mit traditionellen moralischen Werten. "Scheidungen sind schmerzvoll, besonders wenn Kinder betroffen sind", mahnt auch Prof. Popenoe.

"Die Gesellschaft sollte natürlich daran arbeiten, die Scheidungsrate zu senken statt Scheidungen zu feiern." Aber wissenschaftlich betrachtet belegten Scheidungs-Feste nur den Wertewandel auch in dem noch immer sehr religiösen Amerika.

Gefunden auf web.de.

Samstag, 12. April 2008

Schumanngasse

Fremdsprachen

"Lerne in fremden Sprachen zu sprechen und du wirst alle Depressionen und Obsessionen vergessen."

Der mehrsprachig aufgewachsene aufgewachsene Gitarrist Davey Graham

Die schönen Stadtbahnbögen (Ottakring)




Wie dem Jüngsten Tag entkommen?

Umzug im All

Beim Lebensende der Sonne muss sich die Erde eine neue Bleibe suchen

Von Guido Meyer

Astronomie. - Der jüngste Tag ist zwar noch sieben bis acht Milliarden Jahre entfernt - aber er wird kommen. Dann wird sich die Sonne aufblähen zu einem Roten Riesen und die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars verschlingen. Bereits in einer Milliarde Jahre wird es auf der Erde für jegliche Form von Leben zu heiß sein, werden die Ozeane verdampfen und die Gebirge schmelzen. US-Wissenschaftler haben jetzt Pläne für einen Umzug unseres gesamten Planeten entwickelt.

Irgendwann wird es soweit sein: Die Sonne wird zur Supernova und stößt einen Großteil ihrer Hülle ab ins All. Dadurch wird sie leichter und verliert an Anziehungskraft. Einen einfachen Ausweg aus der drohenden Hitzehölle bietet das aber nicht, sagt Robert Smith vom Astronomie-Zentrum SciTech der Universität von Sussex.

"Wenn nur der Masseverlust entscheidend wäre, würden Erde und Mars der Ausdehnung der Sonne in der Tat entkommen, weil sich ihre Umlaufbahnen hinaus verschieben. Es kommt jedoch auch eine Gezeitenwirkung ins Spiel. Die Erde verursacht durch ihren Schwerkrafteinfluss auf die Sonne eine kleine Beule, so wie der Mond die Flutberge auf der Erde verursacht. Diese Erhöhung wiederum wirkt zurück auf die Erde und verlangsamt sie. Wenn die Sonne sich ausdehnt, wird diese Beule am Ende dafür sorgen, dass die Erde spiralförmig in die Sonne fällt."

Robert Smith glaubt deswegen nicht an ein Entkommen der Erde. Auch werde sie früher oder später die ausgedehnte Atmosphäre der Sonne durchfliegen und so ebenfalls abgebremst werden. Wer also die Erde aus dem direkten Einflussbereich der Sonne hinausbugsieren will, muss selbst Hand anlegen. Klingt verwegen, doch es gibt tatsächlich Forscher, die an solchen Szenarien arbeiten.

"Wir wollen die Umlaufbahn der Erde langsam nach außen verschieben, so dass sich die Helligkeit der Sonne für die Menschen nicht verändert. Wenn sich unser Planet in wenigen Milliarden Jahren etwa fünfzig Prozent weiter von der Sonne entfernt befände, würde er die gleiche Menge Sonnenlicht abbekommen wie heute."

Der Astronom und Astrophysiker Gregory Laughlin von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz hat mit seinem Team ein Szenario zum Umzug im Universum entworfen. Als Zugpferd würde dabei ein Asteroid oder Komet fungieren, der per Impulsübertragung die Umlaufbahn der Erde Stück für Stück verändern würde. Laughlin:

"Jedes Mal, wenn der Komet vor der Erde vorbeifliegt, gibt er einen Teil seiner Geschwindigkeit an die Erde ab. Dadurch ändert sich ihre Umlaufbahn. Der Komet würde dann zurückfliegen Richtung Jupiter und dort neuen Schwung holen, so dass wir ihn beim nächsten Erdvorbeiflug, ein paar 1000 Jahre später, recyceln können."

Eine unbemannte Sonde könnte Antriebsraketen auf ihm anbringen und seine Umlaufbahn so in Erdnähe lenken. Damit die Schwungübertragung funktioniert, müsste der riesige Brocken in nur rund 15.000 Kilometern Abstand vor der Erde vorbei- und damit mitten durch das Erde-Mond-System fliegen. Der Mond würde übrigens - bedingt durch die Anziehungskraft der Erde - von ihr mitgeschleppt werden ins äußere Sonnensystem, an eine Stelle, jenseits der heutigen Mars-Umlaufbahn. Dort wären Erde und Mond dann vor einer sich aufblähenden, heißer werdenden Sonne sicher. Smith:

"Ja, die Physik erlaubt ein solches Szenario. Ob es technologisch möglich ist, steht auf einem anderen Blatt. Das US-Forscherteam hat dieses Manöver durchgerechnet und behauptet mit Recht, dass es zumindest theoretisch durchführbar ist. Und vielleicht verfügt die Menschheit in wenigen Jahrhunderten über die Technik, es auch umzusetzen."

Robert Smith von der University of Sussex weist jedoch auf ein Manko hin, nämlich auf die Zeit nach der Supernova, wenn die Sonne ihre heiße Hülle abgestoßen hat und in sich zusammenfällt, auf einen Bruchteil ihrer heutigen Größe.

"Das Problem besteht darin, dass die Erde dort draußen viel zu wenig Licht und Wärme abgekommen würde, nachdem die Sonne zum Weißen Zwerg geschrumpft ist. Dann müssten wir also die Rückkehr antreten und wieder inwärts wandern."

Gefunden in den Wissenschaftsnachrichten des Deutschlandfunks (Zur Sendung "Forschung aktuell" vom 10.04.2008)

Science fiction ist nichts dagegen. Es gibt auch in der Wissenschaft eine krankhafte Weitsichtigkeit. Viel spannender scheint mir die Frage, ob es in fünfhundert Jahren noch menschliches Leben auf der Erde geben wird - und unter welchen Bedingungen...