Dienstag, 24. Februar 2009

Genug!




Jetzt war er doch noch einmal auch in Wien zu Gast, der Winter, aber er dürfte nun auch wieder seiner Wege ziehen!

Nicht wirklich eine Neuigkeit

Der Grünen-Vorsitzende Özdemir sieht in antisemitischen Tendenzen bei Muslimen in Deutschland ein Problem. Die Vertreter der muslimischen Verbände müssten klare Kante zeigen, sagte Özdemir der "Frankfurter Rundschau". Wer sich gegen Juden und das Existenzrecht Israels stelle, der könne nicht Bündnis- oder Gesprächspartner sein. Man müsse leider zur Kenntnis nehmen, dass es antisemitische Denkweisen nicht nur am rechten Rand oder bei linken sogenannten Anti-Imperialisten gebe, sondern auch in der muslimischen Gemeinschaft. Dies gelte insbesondere bei männlichen arabischen, türkischen und kurdischen Jugendlichen, erklärte der Grünen-Politiker.

DLF-Nachrichten 23.02.2009, 6 Uhr

Und Vögel können fliegen, und Regenwürmer kriechen. 
Was für eine Neuigkeit! 
Der Nachrichtenwert besteht nur darin, dass ein aus der Türkei stammender prominenter deutscher Politiker es öffentlich ausspricht, was jeder weiß, was auf hunderten von Internetseiten nachzulesen ist. 
Das Witzigste am Text dieser Radiomeldung ist noch der Ausdruck "klare Kante zeigen" - vermutlich sollte "Flagge zeigen" vermieden werden.

Kunst an der Hauswand

Graffito im 5. Bezirk

Montag, 23. Februar 2009

Wie mit den bösen Geistern umgehen?

Es mag Zufall sein - oder es ist zu erklären mit der römisch-katholisch geprägten Umwelt: Binnen zwei Tagen zwei Anfragen zu rituellem Handeln in Wohnungen, um böse Geister der Vergangenheit zu vertreiben oder zur Ruhe zu bringen und einen Neuanfang zu markieren.

Nun segnen evangelische Pfarrer in Fulda z.B. mit ihren katholischen Amtsbrüdern auch neue Schuhgeschäfte u. dgl. Das ist schon schwierig genug, denn nach evangelischem Verständnis segnen wir ja Menschen und nicht Dinge oder Räume. (Andererseits gibt es Gottesdienste mit eigenen Formularen zur Einweihung von Kirchen, Glocken oder Friedhöfen.) Aber Geister vertreiben ist ja eigentlich gar nicht protestantisch - höchstens durch die Macht des Wortes Gottes, nicht durch Räucherungen oder ähnliches.

Es ist eine spannende Frage: Wie steht es bei uns eigentlich mit dem Exorzismus? Oder überlassen wir den Kampf mit dem Teufel und den bösen Geistern lieber den ökumenischen Brüdern?

In früherer Zeit hatte ich schon mit Gemeindegliedern zu tun, die mich um eine Art Teufelsaustreibung baten, weil sie sich für besessen hielten. Da habe ich mir mit Gebeten beholfen. Und wie geht das nun bei Wohnungen? Vielleicht hilft ja schon das Umstellen von Möbeln.

Seitenblick

Deutschland von Platz 2 verdrängt

8,6 Millionen Hektoliter Bier haben die Österreicher im Vorjahr vertilgt, Alkoholfreies und Malzbier nicht eingerechnet. Das sind 109,3 Liter pro Kopf, um zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit belegt Österreich im internationalen Bier-Ranking erstmals den zweiten Platz. Der ehemalige Vize-Meister Deutschland schaffte 2008 „nur“ 108 Liter pro Kopf. Weltmeister Tschechien triumphierte mit einem Pro-Kopf-Konsum von geschätzten 160 Litern.

Die Presse

 

Aha, mein Eindruck trügt also nicht, dass in Österreich mindestens ebenso viel getrunken wird wie in Deutschland. Wenigstens in der zweifelhaften Disziplin des Bierkonsums haben die Österreicher also ihre "Lieblingsnachbarn" überrundet.

Im Internet kann man auch eine recht große Anzahl österreichischer Biersorten online bestellen: "Lassen Sie Ihre Erinnerungen an Ihrem letzten Österreich Urlaub neu aufleben, oder entdecken Sie einen neuen Biergenuss aus dem Herzen Europas."

Obama vor Jesus - und Gott auf Platz 11

"Wen bewundern Sie genug, um ihn einen Helden zu nennen?", hatten die Macher des "Harris Interacitve Poll" im Januar dieses Jahres 2.634 Amerikaner gefragt. Jesus, Gott, Mahatma Ghandi und George Washington – Präsident Obama hat sie alle übertroffen. Er führt die Liste laut dem amerikanischen Fernsehsender "Fox" vor Jesus an, Martin Luther King belegte Rang zehn, Gott Position elf. Die Ex-Präsidenten Bill Clinton und George Washington teilten sich Platz 16, gemeinsam mit dem ehemaligen Außenminister der USA, Colin Powell. 

Die Gewählten seien selbstlos, gäben nicht auf, bis sie ihr Ziel erreicht hätten und täten mehr, als von ihnen erwartet würde, erklärten die meisten Befragten. Häufig wurde die Wahl auch damit begründet, dass die "Helden" kämpften gegen Not und blieben auch in Krisen standhaft. 

Der "Harris Poll" wurde erstmals 2001 erhoben. Damals führte Jesus Christus die Liste an, gefolgt von Martin Luther King, Colin Powell, John F. Kennedy und Mutter Theresa. 


pro-magazin

Was für eine Idee, in einer solchen Umfrage überhaupt Gott zur Auswahl anzubieten! Darauf käme in Europa wohl niemand.

Ausländerfeindlichkeit?

... aufgenommen in Ottakring

Sonntag, 22. Februar 2009

Anti-Gott-Kommandos

Mit „Anti-Gott-Kommandos“ machen Gottesleugner an britischen Universitäten mobil. Als Gegenpol zur christlichen Studentenmission ist jetzt die Nationale Föderation der Atheistischen, Humanistischen und Säkularen Studentenvereinigungen ins Leben gerufen worden.

Sprecherin ist die 22-jährige Oxford-Absolventin Chloe Clifford-Frith. Sie sagte der linksliberalen Zeitung The Guardian (London): „Wir leben in einer Welt, in der religiöse Staaten Ehebrecher und Homosexuelle hinrichten, in der Frauen und Minderheiten Grundfreiheiten vorenthalten sowie falsche Behauptungen über Schwangerschaftsverhütung und wissenschaftliche Forschung verbreitet werden.“ Die atheistischen Studenten wollen nicht nur für ihre Weltanschauung werben, sondern auch religiöse „Privilegien“ bekämpfen, etwa eine staatliche Bezuschussung religiöser Schulen oder Sitze für Bischöfe im britischen Oberhaus. Prominentester Unterstützer der Atheistenmission ist der Oxforder Evolutionsbiologe und Bestsellerautor Prof. Richard Dawkins („Der Gotteswahn“). Er steht auch hinter einer Kampagne der Britischen Humanistischen Vereinigung, die seit Jahresbeginn rund 800 Busse und Bahnen durch Großbritannien rollen lässt mit der Aufschrift: „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Keine Sorge - genießen Sie das Leben.“ Als Gegengewicht haben mehrere christliche Organisationen Buswerbung für den Glauben gestartet.

idea

In Großbritannien tobt inzwischen anscheinend ein regelrechter neuer Kulturkampf.

Im Musikverein