Dienstag, 23. Juni 2009

Ein Kettenbrief

EIN IRISCHER FREUNDSCHAFTSWUNSCH:

Viel Glück! Ich hoffe, es wird funktionieren...

Möge immer eine Arbeit für Deine Hände da sein;
Möge Dein Geldbeutel immer eine Münze oder zwei enthalten;
Möge die Sonne immer durch Deine Fensterscheiben scheinen;
Möge auf jeden Regenschauer gewiss ein Regenbogen folgen;
Möge die Hand eines Freundes immer für Dich da sein;
Möge Gott Dein Herz mit Freude füllen, um Dich aufzumuntern
und mögest Du eine halbe Stunde, bevor der Teufel mitbekommt, dass Du tot bist, im Himmel sein!

OK, alles was Du zu tun hast ist...
Diesen Text an all Deine Freunde zu senden.

Aber - du MUSST es innerhalb einer Stunde nach dem Öffnen weiterleiten!

Nun: Wünsche Dir etwas. Ich hoffe, Du hast Dir etwas gewünscht!

Und dann, wenn Du es an so viele Personen gesandt hast:

eine Person --- wird Dein Wunsch innerhalb eines Jahres erfüllt werden
drei Personen --- in 6 Monaten
fünf Personen --- in 3 Monaten
sechs Personen --- in 1 Monaten
sieben Personen --- in 2 Wochen
acht Personen --- in 1 Woche
neun Personen --- in 5 Tagen
zehn Personen --- in 3 Tagen
zwölf Personen --- in 2 Tagen
fünfzehn Personen --- in 1 Tag
zwanzig Personen --- in 3 Stunden

Abgesehen davon, wirst Du automatisch drei Jahre lang Glück haben, wenn Du es an zwei Deiner Freunde weiterleitest!

Das Besondere und Liebenswerte an diesem Kettenbrief ist, dass immerhin nur Glück verheißen und kein Unglück angedroht wird. Aber prinzipiell frage ich mich, was Menschen an dieser Art von Kommunikation fasziniert. Würde die Empfehlung, einen hübschen (und bekannten) text weiterzusenden, nicht genügen? Muss alles mit der Verheißung einer Belohnung (Glück!) oder aber der Androhung des Gegenteils verknüpft sein, um Menschen zu irgendeinem Handeln zu bewegen?

Hernalser Friedhofshalle im Regen

Montag, 22. Juni 2009

Aus der Zeit, als die Welt noch "in Ordnung" war

Was ein Kind gesagt bekommt

Der liebe Gott sieht alles.
Man spart für den Fall des Falles.
Die werden nichts, die nichts taugen.
Schmökern ist schlecht für die Augen.
Kohlentragen stärkt die Glieder.
Die schöne Kinderzeit, die kommt nicht wieder.
Man lacht nicht über ein Gebrechen.
Du sollst Erwachsenen nicht widersprechen.
Man greift nicht zuerst in die Schüssel bei Tisch.
Sonntagsspaziergang macht frisch.
Zum Alter ist man ehrerbötig.
Süßigkeiten sind für den Körper nicht nötig.
Kartoffeln sind gesund.
Ein Kind hält den Mund.


Bertolt Brecht

Gothic manner

Sonntag, 21. Juni 2009

Angekommen, ich weiß nicht, wo...

Einar Schleef notierte im Frühjahr 1981 in seinem Tagebuch, dass er angekommen sei, aber nicht wisse, wo. Diese paradoxe Auskunft könnte über dem gesamten Leben des 1944 in Sangerhausen geborenen und 2001 in Berlin gestorbenen Multitalents stehen. Nach einem Studium für Bühnenbild in Ost-Berlin, verließ er 1976 die DDR, weil er das vom Honecker-Staat verhängte, mit regelmäßigen Einkünften verbundene Berufsverbot nicht akzeptieren wollte. Aber Einar Schleef war kein Wolf Biermann. Es sollte viele Jahre dauern, ehe der passionierte Theatermann eine Inszenierung übertragen bekam: Seine Lesart der "Mütter" nach Euripides und Aischylos im Schauspiel Frankfurt begründete 1986 seinen Ruf als Enfant terrible des westdeutschen und später des Gesamt-Berliner Theaterbetriebs.

Die Jahre, in denen er nicht für die Bühne tätig sein konnte, sind in dem - als "Tagebuch" nur unzureichend bezeichneten - vierten Band des Monumentalwerks sofort zu erkennen: Es sind hier die literarisch ergiebigsten. Bis er in Frankfurt/Main unter der Intendanz von Günther Rühle Regie-Aufgaben übernehmen konnte, widmete er sich dem Schreiben. Das Diarium der frühen achtziger Jahre, besonders das Jahr 1981, ist ein Steinbruch aus zum Teil in mehreren Fassungen geschriebenen Prosa-Stücken und Fragmenten. Auch wenn ihm zu dieser Zeit die Theater verschlossen waren, hatte Schleef als Schriftsteller einigen Erfolg. 1980 erschien, durch Golo Mann gefördert, der erste Teil des Romans "Gertrud". Nach Publikation des zweiten Bandes 1984 attestierte "Der Spiegel" dem Autor im Vorspann zu einem Interview: "Die Besessenheit, mit der Einar Schleef schreibt, war stets eine Erkennungsmelodie großer Literatur." Eingeordnet wird er damals schon zwischen Uwe Johnson und Samuel Beckett. (...)

Thüringische Landeszeitung (Rezension des vierten Bandes des "Tagebuches" von Einar Schleef)

Sommer in Grinzing

Zum Nachdenken

Die Wohngemeinschaft unseres Hauses gibt Menschen Schutz und hilft ihnen in vieler Hinsicht. (...) Stefan ist froh, nach einem anstrengenden Arbeitstag des Fluchens und Spottens heimkommen zu können und in eine gute Atmosphäre einzutauchen.

Aus dem Freundesbrief von HELP-FCJG Wien

Was für einer Tätigkeit mag dieser Strefan wohl nachgehen?

Samstag, 20. Juni 2009

Die Orgel...

... war ursprünglich ein byzantinisches Jahrmarktinstrument. Und bei mancher Orgelliteratur fühlt man sich an diese Anfänge erinnert.

So ist das

PAMINA: Bei Männern, welche Liebe fühlen,
Fehlt auch ein gutes Herze nicht.

PAPAGENO: Die süßen Triebe mitzufühlen,
Ist dann der Weiber erste Pflicht.

BEIDE: Wir wollen uns der Liebe freun,
Wir leben durch die Lieb' allein.

PAMINA: Die Lieb' versüßet jede Plage,
Ihr opfert jede Kreatur.

PAPAGENO: Sie würzet unsre Lebenstage,
Sie wirkt im Kreise der Natur.

BEIDE: Ihr hoher Zweck zeigt deutlich an,
Nichts Edler's sei, als Weib und Mann.
Mann und Weib, und Weib und Mann
Reichen an die Gottheit an.

W A.Mozart: Die Zauberflöte I,7

Keine Illusionen bitte...

dad = krediitkarte mit füßen !! ;)

Äußerung einer Juigendlichen auf facebook