Mittwoch, 18. August 2010

Traurige Nachrichten aus Gelnhausen

Gustav Honzen bei der Verabschiedung einer Sekretärin im Juni


Durch eine meiner ehmaligen Schülerinnen erfahre ich heute vom Tod unseres Gelnhäuser Schulleiters. Seit einem Jahr war seine Krankheit bekannt, werst kürzlich wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet-

Gelnhausen - 17.08.2010 23:23 Uhr
 
Gustav Honzen ist tot

Gelnhausen (küm/re). Gestern morgen ist der ehemalige Schulleiter der beruflichen Schulen, Gustav Honzen, nach schwerer Krankheit gestorben. Erst Anfang Juli war er aus dem Schuldienst verabschiedet worden. Der bekannte und beliebte Pädagoge wurde nur 64 Jahre alt. Besonders tragisch: Bereits am Samstag starb Gustav Honzens Bruder Friedrich Wilhelm im Alter von 61 Jahre, ebenfalls nach langer, schwerer Krankheit.

Zum Lehrerberuf kam Honzen auf dem zweiten Bildungsweg. Nach der Schulzeit an der Volks- und der Kreisrealschule machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Gleichzeitig wurde er Landwirt.

Er verpflichtete sich für vier Jahre bei der Bundeswehr. Dort lernte er die pädagogische Arbeit kennen und lieben. Er drückte noch einmal die Schulbank, um sein Abitur am Abendgymnasium abzulegen. Es folgte ein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sein Referendariat absolvierte er an den beruflichen Schulen in Gelnhausen, denen er bis zu seiner Pensionierung am 1. Juli treu blieb. 

http://www.gnz.de/index.php?id=8&backPID=8&tt_news=16130


Ein feiner Mensch, ein menschlicher Schulleiter, ein guter Pädagoge.

Im gemeinsamen Nachruf von Schulleitung, Personalrat, Elternbeirat und Schülervertretung auf der Schulhomepage heißt es sehr richtig:


"Mit Gustav Honzen verlieren die Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler und die ganze Schulgemeinde einen zuverlässigen Begleiter und Ratgeber. Er verstand es, den ihm anvertrauten Menschen in allen Situationen beizustehen, sie zu motivieren und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen.
Vielen Generationen von Schülerinnen und Schülern ist Gustav Honzen ein beliebter Lehrer und einfühlsamer Pädagoge gewesen, der sie vorbildlich auf dem Weg ins Berufsleben begleitet hat. Die Schülerinnen und Schüler bildeten für ihn stets den Mittelpunkt seines Wirkens. Seine Türe stand immer offen."

Montag, 16. August 2010

Letzte Botschaft

Gedanken über die Berufswahl

"Begleiten wir die 'Orion' und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit!"


So sprach die Off-Stimme am Anfang jeder der Folgen der deutschen Kultserie "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes ORION". Diese siebenteilige Serie war eines der prägenden Erlebnisse meiner Kindheit. 


Manchmal denke ich, dass ich meinen Beruf nicht zuletzt wegen dieser Formulierung gewählt habe. Denn ist nicht das Dasein eines Pfarrers auch so etwas wie "Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit"?

Beethoven, Schubert, Brahms, Schönberg

Grabdenkmäler auf dem Zentralfriedhof in der "Welthauptstadt der Musik"

Sonntag, 15. August 2010

... bis sich jemand an mich erinnert

Nujoom Al-Ghanem - ما تتركه لنا الوحدة

Was die Einsamkeit uns lässt

Ich schließe meine Augen
um meinen Lidrand zu betrachten
und die Feier der betrunkenen Töne
die aus dem Abendlicht regnen.
Die Flure schwärzen ihre Dunkelheit nach
aber die Geräusche zittern weiter
in den kalten Straßen.
Ich schließe meine Augen
um schärfer zu hören
wie der Wind von ferne pfeift
seine Räder über den Asphalt scheucht
oder das Haar der Bäume sträubt.
Die Stadt badet gänzlich
im versandeten Regen.
Mein Herz irrt in den Gassen umher
doch meine Augen verharren hinter den Lidern.
Könnte nur jemand, wenigstens etwas
an die Tür klopfen
oder das Telefon klingeln
träfe eine E-Mail schrillend ein.
Meine Augen sind geschlossen
und ich lege mich hin für eine Weile
bis sich jemand an mich erinnert.

Aus dem Arabischen von Nora Bossong

Quelle: lyrikline.org

Lüneburger Impression

Posted by Picasa

Alles ist auch eine Chance

Im Vorübergehen fotografiert: Werbung im Fenster eines Bestatters in Lüneburg.

Wieviele Sünden passen eigentlich auf einen LKW?

"Wie lange leben wir normalerweise in dieser Welt? Sagen wir, so ungefähr 70 Jahre. Wenn wir die Sünden von den 70 Jahren zusammenzählen, wie schwer würden sie sein? Wenn wir sie auf einen 8 Tonnen schweren Lastwagen laden würden, würden wahrscheinlich mehr als 100 Lastwagen dabei herauskommen."


Aus einer Bibelarbeit von Rev. Paul C. Jong

Schönbrunner Straße

Donnerstag, 12. August 2010

Guter Gedanke

In meinem Regal finde ich Bücher, die ich vor über dreißig Jahren aus dem Ramschkasten vor einer Buchhandlung oder einem Antiquariat gekauft, aber bis heute nicht gelesen habe. Eine beruhigende Entdeckung. Es gibt zur Not noch immer etwas zu lesen.