Dienstag, 17. Juni 2008

Nova Rock



Kurz vor Schulschluss ist das kulturelle Ereignis für meine Schüler (insbesondere an der BMHS in der Straßergasse) das Nova Rock-Festival, das heuer zum vierten Mal in Nickelsdorf im Burgenland stattfand. Im Vorjahr waren 160.000 Besucher dort, für dieses Jahr (am letzten Wochenende) gibt es noch keine Zahlen, das Gelände wurde jedenfalls noch einmal um 6 ha vergrößert... Aufgetreten sind u. a. Rage Against the Machine, Die Ärzte, The Verve, Sex Pistols, Beatsteaks, NOFX, In Flames, Incubus, Bullet for My Valentine, Kid Rock, Judas Priest, Motörhead, Rise Against, Cavalera Conspiracy, Disturbed, Bad Religion, Anti-Flag, Porcupine Tree, Donots, Guadalajara, Skindred, Enter Shikari, Volbeat, Sonic Syndicate, Die Mannequin, Jonathan Davis, Subway to Sally, Alter Bridge, Rose Tattoo, Airbourne, Jaguar Love, Sunshine, Fire in the Attic, The Sorrow und Russkaja. Ein illustres Programm, keine Frage. Wahrscheinlich bin ich aber doch zu alt dafür...



Acht Stunden habe sie nach ihrem Zelt gesucht, erzählte mir eine Schülerin ("Alle hatten rote Zelte!"), eine Menge Alkohol war sicher auch im Spiel...


"Noro" - so wird dieses Großevent liebevoll im Schülerjargon genannt...

Auf dem Weg zur U-Bahn

Irritierend

Ich war in Deutschland, um der Feier anlässlich des Abiturs meines Sohnes beizuwohnen.
Diese Reise war nicht nur schön, sondern auch irritierend. Erste Erleichterung stellte sich ein, als der Zug die Staatsgrenze zu Österreich passiert hatte, völlige Entspannung, als man vom Zug aus, kurz vor Hütteldorf, den Stau am Ende der Westautobahn sehen konnte... Da fühlte ich mich wieder daheim.

Ohne Worte

Montag, 16. Juni 2008

Es wäre gut gewesen...

"Aus! Vorbei! Der Traum ist geplatzt." (Kommentar im ORF nach dem Schlusspfiff.) Oder wie "Die Presse" titelt: "Österreich ist nur noch Gastgeber". Natürlich war es unwahrscheinlich, dass Österreich das "Wunder von Wien" schaffte, aber schön wäre es natürlich gewesen, auch gut für's nationale Selbstbewusstsein in diesen Zeiten anhaltender Preissteigerungen und dauernder Verstimmungen in der von allen ungeliebten Großen Koalition. Dass Gusenbauer heute den SPÖ-Parteivoritz an Infrastrukturminister Werner Faymann (48) abgeben musste (zunächst geschäftsführend, bis zum Parteitag im Oktober), wird kaum Entlastung bringen. Vermutlich stehen bald Neuwahlen ins Haus, denn Gusenbauer bleibt Bundeskanzler, und eine Kabinettsumbildung scheint nicht auf der Tagesordnung zu stehen.

Cordoba II





"Die Österreich-Fans scheinen nach wie vor eher an die Trainingsmethoden von Josef Hickersberger zu glauben als an den Fußballgott. Lediglich 20 Besucher kamen am Sonntag zu einem meditativen Gottesdienst anlässlich des bevorstehenden EM-Spiels Österreich gegen Deutschland. In der evangelischen Stadtkirche in Wien sollte noch einmal der Cordoba-Mythos, ein 3:2-Sieg Österreich bei der WM 1978, beschworen werden - inklusive einem Fußball als Altarschmuck sowie Fangesängen, gespielt auf der Orgel."(derStandard.at)

Heute also das große Spiel: Österreich gegen Deutschland, letztes Spiel in der Vorrundengruppe mit dem Charakter eines Achtelfinales: Wer siegt, kommt weiter. Deutschland reicht freilich wahrscheinlich (es sei denn, Polen schlüge Kroatien mit großer Tordifferenz) ein Unentschieden zum Weiterkommen, das wäre wohl der ärgerlichste Spielausgang.

Ein Test für die eigene "Austrifizierung"ist das für mich natürlich auch, und ich merke, dass ich mich über einen österreichischen Sieg durchaus freuen würde...

Montag, 9. Juni 2008

Altern - wie buchstabiert man das?

Es ist noch nicht lange her, da luden Clubs in größeren Städten zu Ü-30-Parties ein, für Menschen über 30. Die Ü-30-Parties heißen jetzt Ü-40-Parties. Es geht darum, abends zeitig mit der Party anzufangen, zur Musik der Achtziger zu tanzen, zeitig wieder aufzuhören und zurückzukehren in den Alltag, der inzwischen einige berufliche und familiäre Zwänge mit sich bringt.
Das Nachtleben ist nicht mehr selbstverständlich, aber noch nicht ausgeschlossen. Kulturell und Biologisch ist man heute erst als Pflegefall tatsächlich alt. Bis dahin streckt sich eine irgendwie nicht enden wollende Adoleszenz. Bald werden die Ü-40-„Älternabende“ verschwunden sein, weil 40-jährigen noch keine Universitätsabschlüsse, Festanstellungen und Kinder zuzumuten sind. Weil 40-jährige dann selbstverständlich bis zum Morgengrauen feiern und nachmittags frühstücken. Dann werden überall Plakate hängen für Ü-50-Parties. Die Musik wird weiterhin von Michael Jackson und Madonna stammen. Und von Prince und seiner Band, die immer noch „New Power Generation“ heißt.

Michael Pilz: Madonna, Prince & Michael, glücklich mit 50?
welt-online 07.06.2008