Freitag, 23. Januar 2009

Blick zum Winterhimmel

Verständigung: Im Zweifel hilft Nuscheln

An das Österreichische bzw. Wienerische habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt, in manchem auch angepasst, das bleibt nicht aus. Im Zweifelsfalle muss man einfach etwas undeutlich reden, manches verschlucken und ein wenig "auf den Vokalen sitzen" (ein schöner Ausdruck, den ich vor einiger Zeit gelernt habe), schließlich die Doppellaute wie Einzelvokale behandeln, und schon wird man viel besser verstanden als mit klarem Hochdeutsch, das die Wiener tatsächlich nur vom Theater her kennen und auf das sie im Alltag nicht gefasst sind. 

In der U-Bahn Station


Mittwoch, 21. Januar 2009

Überströmender Messianismus: Das Reich der Liebe ist da

Praise song for the day

Each day we go about our business, walking past each other, catching each others' eyes or not, about to speak or speaking. All about us is noise. All about us is noise and bramble, thorn and din, each one of our ancestors on our tongues. Someone is stitching up a hem, darning a hole in a uniform, patching a tire, repairing the things in need of repair.

Someone is trying to make music somewhere with a pair of wooden spoons on an oil drum with cello, boom box, harmonica, voice.

A woman and her son wait for the bus.

A farmer considers the changing sky; A teacher says, "Take out your pencils. Begin."

We encounter each other in words, words spiny or smooth, whispered or declaimed; words to consider, reconsider.

We cross dirt roads and highways that mark the will of someone and then others who said, "I need to see what's on the other side; I know there's something better down the road."

We need to find a place where we are safe; We walk into that which we cannot yet see.

Say it plain, that many have died for this day. Sing the names of the dead who brought us here, who laid the train tracks, raised the bridges, picked the cotton and the lettuce, built brick by brick the glittering edifices they would then keep clean and work inside of.

Praise song for struggle; praise song for the day. Praise song for every hand-lettered sign; The figuring it out at kitchen tables.

Some live by "Love thy neighbor as thy self."

Others by first do no harm, or take no more than you need.

What if the mightiest word is love, love beyond marital, filial, national. Love that casts a widening pool of light. Love with no need to preempt grievance.

In today's sharp sparkle, this winter air, anything can be made, any sentence begun.

On the brink, on the brim, on the cusp -- praise song for walking forward in that light.

Elizabeth Alexanders Gedicht bei der Amtseinführung von Barack Obama (Nachschrift aus der New York Times)

Armut in einem reichen Land

Ohne Sozialleistungen wäre fast jeder zweite Österreicher armutsgefährdet – Ein Prozent der Bevölkerung sind Millionäre

In Österreich kann man sehr gut leben – unter anderem dann, wenn man zu dem einen Prozent der Bevölkerung gehört, das mindestens eine Million Euro an Vermögen zur Verfügung hat. Ist man hingegen arbeitslos, alleinerziehend oder MigrantIn; hat man nur einen niedrigen Bildungsabschluss oder viele Kinder oder befindet sich in einem sogenannten prekären Beschäftigungsverhältnis, sieht es weit weniger rosig aus: Etwa eine Million ÖsterreicherInnen – vorrangig aus den genannten Gruppen – leben mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. (...)

Das geht aus dem zweiten österreichischen Armuts- und Reichtumsbericht hervor, der heute in Wien von der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP) präsentiert wurde. Während Vermögen und Reichtum immer mehr zunehmen – das Geldvermögen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 2.155 Milliarden Euro verdoppelt – stiegen die die Einkommen im unteren Einkommensdrittel im selben Zeitraum nur um neun Prozent.

Armut trotz Arbeit

Aus den armutsgefährdeten Gruppen sticht besonders eine hervor: Die der sogenannten "Working Poor". Rund 230.000 Menschen sind in Österreich trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit arm oder armutsgefährdet – um zwölf Prozent mehr als noch 2003. Erwerbsarbeit ist nicht mehr per se existenzsichernd.

Dass das Netz des Sozialstaats ein unbedingtes Muss ist, zeigen Zahlen über die Effekte der Sozialleistungen. Ohne diese wären sogar 43 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet.

Auch eine Definition

Schreiben ist ausgefülltes Warten auf den Tod.

Der Dichter Michael Lentz

Hilfreiche Hände...

... aber sie wirken eher bedrohlich - und der Motorradunfall eigentlich fast lustig: Spendenwerbeplakat des Arbeitersamariterbundes.

Liebe im Kapitalismus

Wie lieben wir heute? Was bestimmt unsere Vorstellungen von Liebe und Romantik? Der Konsum ist gut für die Romantik, sagt die bekannte israelische Soziologin Eva Illouz. Aber: Onlinedating ist der Tod der Liebe.

Falter: Lieben die Menschen anders im modernen Kapitalismus?

Eva Illouz: Ein paar Empfindungen bleiben schon immer gleich – dass man Herzklopfen hat oder total verwirrt ist, wenn man mit jemandem zusammen ist, in den man sich verliebt hat, dass man kaum mehr schlafen kann oder nichts mehr essen will. Aber wie die Menschen ihr Leben rund um das Thema „Liebe“ organisieren, alle Institutionen, die damit in Zusammenhang stehen, das hat sich sehr verändert. Die sexuelle Freiheit hat viel verändert. In einer Gesellschaft, in der es als unmoralisch galt, viele Partner zu haben, gab es eine Kultur der Sublimierung. Heute leben wir eher in einer Ökonomie des Übermaßes, auch in der Liebe, und das verändert natürlich unser Empfinden von Liebe. Die Storys, die wir um die Liebe herum erzählen, haben sich fundamental verändert.

Falter: In Ihrem Buch, das Sie berühmt gemacht hat – „Der Konsum der Romantik“ –, klang das aber noch deutlich optimistischer …

Illouz: Jetzt haben Sie mich erwischt. Ich habe meine Position geändert.

Falter: Inwiefern?

Illouz: Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Konsumobjekten und Freiheit. Nun nimmt man im Allgemeinen an, dass Konsumobjekte gefährlich sind für unsere Gefühle, die Freiheit aber sehr gut für unser Gefühlsleben, weil sie uns erlaubt, unsere „echten“ Wünsche zu realisieren. Ich glaube, das exakte Gegenteil ist der Fall.

Falter: Was die Frage nach den Konsumgütern betrifft, ist das ja keine große Differenz zu Ihrer früheren Haltung: dass Waren unser Gefühlsleben nicht bedrohen, sondern der Konsum uns im Gegenteil erlaubt, unsere Sehnsüchte zum Ausdruck zu bringen …

Illouz: Ja, es gibt diese antimaterialistische Haltung, die glaubt, Objekte seien nur bedrohlich. Das sind sie nicht. Wenn wir eine rote Rose kaufen oder einen Wochenendtrip mit einem Geliebten oder einer Geliebten nach Paris oder Venedig buchen, dann konsumieren wir Waren, die mit „Romantik“ assoziiert sind, unser Leben aber bereichern. Dass Restaurants entstanden – also kommerzialisierte Orte –, in denen man sich für Rendezvous verabreden kann, machte unser Liebesleben nicht ärmer, es erlaubte vielen Menschen im Gegenteil erst, sich privat zu begegnen. Also, dass es eine regelrechte Ökonomie des Romantischen gibt, hat die Emotionen nicht schlechter, schwächer oder instrumenteller gemacht.

Falter: Also, Konsumkritik ist Ihre Sache nicht?

Illouz: Diese Konsumobjekte hatten einen positiven Effekt auf Gleichberechtigung und sexuelle Freiheit. Die Fülle an solchen Waren und kommerziellen Angeboten haben mehr Möglichkeiten geschaffen, romantische Momente zu erfahren. Also, daran ist nichts Schlechtes. Sie können auch helfen, die Mechanik des Genießens aufrechtzuerhalten. Klar, auch das kann sich entleeren nach einer gewissen Zeit, aber das ist noch kein Argument – ohne die Waren würde es sich wohl früher entleeren.

Falter: Selbst das Bild der „echten“ Liebe, das wir alle im Kopf haben, stammt nicht aus unserem Kopf, sondern ist oft kulturell erzeugt.

Illouz: Durch Filme, durch die Werbung, durch Literatur. Oft haben Liebende „ihren“ Song. Oder sie erinnern sich an einen bestimmten Moment in einer Bar, den sie gemeinsam erlebt haben. Aber schon dieser Moment war, in dem Augenblick, in dem sie ihn erlebten, eingefärbt von ihrem kulturellen Wissen, wie ein romantischer Moment in einer Bar aussehen muss.

Falter: In ihrem Buch zitieren Sie den berühmten Rochefoucauld-Satz, dass viele Menschen sich niemals verlieben würden, wenn sie nicht davon gehört hätten.

Illouz: Es ist einfach nicht haltbar, dass Erlebnisse allein deshalb unauthentischer oder weniger wert sein sollen, nur weil sie nicht allein und rein aus dem Innersten unseres Ichs kommen.

Falter: Warum haben Sie dann Ihren optimistischen Blick aufgegeben?

Illouz: Weil wir auch die negativen Seiten der Freiheit beachten müssen. Nehmen wir nur die Technologie des Internets mit seinen Partnerbörsen, dem Onlinedating, den Social-Network-Foren, wo es oft primär um Partnersuche geht. Hier entsteht eine Kultur der Freiheit, die eine Kultur der Auswahl ist. Jeder kann nach jedem Ausschau halten, jeder hat eine unermessliche Möglichkeit, nach Partnern zu suchen. Diese Technologie der Auswahl hat eine sehr negative Auswirkung auf Emotionen. Es führt ein hohes Maß an Rationalität in das Liebesleben ein und lässt keinen Platz für Intuition.

Falter: Mit den Konsumgütern kamen auch die „Tugenden“ des Konsumkapitalismus auf den Marktplatz der Romantik – und dazu zählt etwa, dass jeder seinen eigenen Vorteil suchen soll, dass wir überzeugt sind, eine unbegrenzte Auswahl zu haben, und dass das Neueste das Neue schlägt. Kann man da so leicht eine Differenz machen zwischen der „guten“ Warenorientierung und den „schlechten“ Folgen einer Kultur der Auswahl?

Illouz: Sicherlich, das ist das Problem. Und das Problem mit der Idee von der „Auswahl“, die der Konsument hat, besteht darin, dass man unterstellt, die Konsumenten wüssten, was sie wollen. Aber das ist absolut nicht der Fall. Die Menschen wissen nicht exakt, was sie wollen, das zeigen alle Studien. Mehr noch: Je mehr Auswahl sie haben, umso verwirrter sind sie in Hinblick auf ihre Wünsche. Sie wissen dann noch viel weniger, was sie wollen. Und wenn diese Konsumorientierung das Liebesleben infiziert, macht das das Leben nicht leichter. Was aber auf den Liebesmärkten im Internet noch hinzukommt, ist: Die Menschen sehen andere Menschen, als wären sie Waren, aber sie betrachten sich selbst ebenfalls als Ware.

Falter: Man preist sich an, kultiviert ein bestimmtes Bild des Selbst, man schauspielert …

Illouz: Das ist der Betriebsmodus der Social Networks. Nun, im Networking des Arbeitslebens, in diesen permanenten Konkurrenzsituationen, haben wir uns daran gewöhnt, dass wir uns als die Besten, Schönsten, Schnellsten, Smartesten präsentieren wollen. Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass wir nur ein künstliches, professionelles Selbst präsentieren und dass unser „wirkliches“ Selbst ein anderes ist. Etwas ganz anderes ist es allerdings, wenn die gleiche Logik etwas so Intimes wie die Liebe infiziert. Man hält Ausschau nach authentischen Erfahrungen, nach dem nackten, inneren Ich eines Anderen, aber die Technologie der Auswahl zerstört die Intimität.

Falter: Geht es damit den Menschen in der Liebe schlechter als früher? Die Leute waren vor 20 Jahren doch auch nicht glücklicher.

Illouz: Komparative Daten gibt es natürlich nicht. Aber der Grad der Enttäuschungen ist gerade in der Welt des Internetdatings sehr, sehr hoch. Selbst in Beziehungen sehen sich die Menschen oft weiter um, um ihren Marktwert zu testen. Denn womöglich könnten sie ja einen wertvolleren Partner ergattern. Man zappt wie vor dem Fernseher. Hinzu kommt die Abstumpfung durch die Wiederholung. Goethes Werther würde heute nicht mehr Selbstmord begehen, er würde einfach seinen Computer einschalten und sich zur nächsten Affäre zappen.

Falter: Man könnte sagen: besser weiterklicken als Selbstmord verüben.

Illouz: Für das Individuum ist es sicher besser, die Sache mit dem Selbstmord bleiben zu lassen. Aber für eine soziale Kultur ist es besser, wenn es Leidenschaft und die Vorstellung eines Begehrens gibt, die im Extremfall im Selbstmord münden können. Was für das Individuum gut ist, kann für eine Kultur schlecht sein.

Falter: Ihr neuestes Forschungsthema ist die „Bindungsangst“. Ist es der konsumistischen Mentalität zuzuschreiben, dass man sich nicht gern bindet, weil man damit Optionen aufgibt?

Illouz: Mein nächstes Buch behandelt das Thema „Warum Liebe schmerzt“. Viele Menschen sind von der psychologischen Auffassung überzeugt, dass es bei ihnen in der Liebe nicht klappt, weil in ihrer Kindheit irgendetwas schiefgelaufen ist. Ich denke, das ist oft falsch. Mindestens so viel Anteil haben die Moderne und der zeitgenössische Kapitalismus.

Aus einem Interview des Falter mit der Soziologin Eva Illouz

Aus einem Stamm gewachsen


Mythisches Ruhrgebiet

Heute heißt es oft, daß die Familie es richten soll, während gleichzeitig der Sozialstaat zu Klump gehauen wird. Es ist erfrischend, daß Sie die gleich mit desavouieren, als eine autoritäre, das Individuum verbiegende Zwangsgemeinschaft.

Das fing an mit der räumlichen Enge. Wir lebten zu viert in einer unglaublich kleinen Wohnung. Ich habe vor kurzem die Wohnung noch einmal besucht, mein Onkel ist gestorben und da war ich noch mal in der Gegend. Daß man zu viert darin leben konnte, ist mir heute völlig unverständlich. Obwohl mein Vater gearbeitet hat wie ein Berserker, trotzdem haute es irgendwie nicht hin. Und das hat ein familiäres Klima geschaffen, das ich immer nur als beengend und bedrückend empfunden habe.

Ist das ein spezifisches Ruhrgebietsphänomen?

In gewisser Weise schon. Bestimmend war eben die ungeheuer harte Arbeit der Bergleute, die ein Ventil brauchte, man knallte sich also die Birne voll. Damit auch verbunden waren unglaubliche Aggressionen gegenüber Frauen und Kindern. Und bei Frauen dann auch immer wieder diese Sehnsucht, daraus auszubrechen. Und dann die ersten Gastarbeiter, die tauchten plötzlich auf wie ein Heilsversprechen für die enttäuschten Ehefrauen. Da war natürlich der Zunder absehbar.

Ihr letzter Ruhrgebietsroman »Junges Licht« (2004) ist etwas versöhnlicher, da gibt es Momente der Nähe zwischen dem juvenilen Helden Julian und seinem Vater. Hat da eine Entwicklung stattgefunden?

Gewiß. Die Menschen waren ja nicht so, weil sie bösartig waren, sondern weil die Verhältnisse sie in die Enge getrieben haben. In der Jugend gefiel ich mir darin, meinen Eltern vorzuwerfen, daß sie mich zu wenig geliebt haben, aber wenn man dann älter wird, erkennt man natürlich schon, sie haben ihr Bestes getan. Und es ging einfach nicht anders. Gerade in der Beziehung zwischen Julian und seinem Vater spiegelt sich schon meine persönliche Geschichte wider. Ich habe eigentlich meinen Vater immer sehr gemocht. Er ist ja in der Nazizeit zur Schule gegangen, mit 18 noch eingezogen worden im letzten Kriegsjahr, verwundet aus dem Krieg gekommen, im Wirtschaftswunder noch mal verpulvert worden, das ist eine Geschichte, die können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen.

Hat Ihr Vater ihre Bücher noch gelesen?

Nein, nein, er war kein Leser. Immer wenn ich ihm ein neues Buch hingelegt habe, hat er so etwas gesagt wie: Jaja, ist schon gut, Junge, aber wenn du damals Maurer geblieben wärst, dann könntest du heute schon Polier sein.

Sie beschreiben das Ruhrgebiet nicht nur als Soziotop, sie benutzen es zugleich auch als Großmetapher. In »Stier«, 1991, aber auch später noch erwähnen Sie beinahe refrainhaft die vielen versunkenen Wälder, auf denen das Ruhrgebiet erbaut ist.

Was ich gar nicht bedacht hatte, als ich anfing, über meine Herkunft zu schreiben: Das Ruhrgebiet ist ja per se schon ein mythischer Ort. Was da passiert, hat beinahe griechisches Tragödienaroma. Wenn man sich mal vorstellt, daß die Leute sich dort den Boden unter den Füßen weggraben, um eine gewisse Höhe ihres Lebensniveaus zu erreichen, das ist schon eine wahnsinnige Metapher.


Aus einem Interview der "Jungen Welt" mit dem Schriftsteller Ralf Rothmann (21. 01. 2009)

"Wo kommen Sie her?" Diese Frage ist mir in meinem Leben natürlich auch schon hundert- oder tausendmal begegnet. Wenn man so oft schon übersiedelt ist, fällt die Antwort nicht leicht. Geboren in Essen und dort die ersten zehn Jahre gelebt, die Jugend in Stuttgart verbracht, dann überwiegend Hessen - das ist eine höchst unbefriedigende Auskunft, das sagt wenig. Heimatgefühle habe ich am ehesten gegenüber Essen, fahre auch alle ein oder zwei Jahre dorthin. Aber da ist natürlich nichts mehr so, wie es einmal war. Und das nicht nur in dem Sinne, wie jede Kindheitswelt eine versunkene mythische Welt ist, sondern auch ganz äußerlich: Als in Kind war, gab es in Essen noch sechzig fördernde Kohlenzechen, die sind - bis auf die "Zeche Zollverein", die man zum Weltkulturerbe erklärt hat, einfach nicht mehr da, planiert, überbaut. Eigentlich müsste ich auf die Frage nach der Herkunft antworten: "Aus dem Ruhrgebiet", aber in einem mythischen Sinne wie "Aus dem Elfenland". Das "Ruhrgebiet" als Heimat gibt es nicht, nicht mehr, allenfalls seine Reliquien in Museen. Und was für ein schwacher Abglanz ist das! Im Ruhrlandmuseum Essen habe ich schon vor Jahren bemerkt, dass sogar der spezifische Geruch des Gusseisens sich mit den Jahren immer mehr verlor.