Samstag, 28. Juni 2008

Danke, Fiona!

Hr. Prof. Kühneweg
Dieses Jahr hatte Herr Dr. Kühneweg die ehrenvolle Aufgabe unsere Religionsgruppe, bestehend aus je nach dem vier bis zwei Leuten, zu übernehmen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, wie dem Religionsunterricht entgegengefiebert wurde... Manchmal waren wir auch nur zu zweit oder zu dritt. Für jemanden, der aber erst seit kurzem in Österreich lebt (erst im August zog er von Deutschland nach Wien) und sich mit unserem Schulsystem auch dementsprechend auskannte "Also, wie funktioniert die Matura jetzt noch mal, du musst ...?", muss man aber sagen, dass er wieder frischen Wind in unsere Religionsstunden gebracht hat. Denn mit seiner Intellektualität hat er doch wieder etwas mehr zu unserer Allgemeinbildung beigetragen und mit seinen Witzen (die ich bis heute nicht verstehe) hat er auch oft für Erheiterung im Unterricht gesorgt.
Ein großes Dankeschön an einen der chilligsten Lehrer überhaupt!!!

Liebe Fiona, ich weiß nicht, ob Du das hier je einmal liest, aber über diese Rückmeldung in der Maturazeitung habe ich mich sehr gefreut.

Fast vergoldet

Sehr früh am Morgen in goldenem Licht.

Verwunderung

"Kapitän Michael Ballack beendet nach der EM seine bisher wilde Ehe und heiratet Simone Lambe, die Mutter seiner drei Kinder."

Aus einem SPIEGEL-Bericht über die Frauen der deutschen EM-Spieler.

Die Wendung "wilde Ehe" hielt ich in Deutschland für ausgestorben oder zumindest ihre Verwendung für eine politcal incorrectness ersten Ranges. Und nun lese ich das ausgerechnet im "Spiegel". Was unterschiedet eine wilde Ehe von einer anderen Beziehung? Das Zusammenleben, die Kinder, die Dauer...?

Freitag, 27. Juni 2008

Abendblick

Was so alles ausbrechen kann...

Vulkane, Seuchen, Gefangene, Panik, Schweiß.

Sommerfest






Sommerfest der Gemeinde am vorigen Sonntag, gewissermaßen der Abschluss der Saison. Nun kommen die Ferien mit den Urlaubszeiten der Pfarrer; die Kreise ruhen, die Predigtstationen pausieren - man kann sich mehr oder weniger genüsslich dem Wiener Sommer ergeben.

Bald ist's vorbei mit der EURO

Wederland gegen die Nochei
im Nationalstadion von Nowhereland.
Der Schiedsrichter Dr. Niemand
pfeift ab.

Krünitz














Für schlaflose Sommernächte und sonstige stille Stunden...

Neue Kamera











































Nun endlich also, nachdem ich von so vielen Leuten immer wieder gefragt worden bin, warum ich mir nicht mal eine "richtige" Kamera zulege, ist es so weit: Ich habe mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft (Nikon D 40 x).

Verrückter Juni

"Im Juni werden hier alle verrückt", sagte Ende Mai eine Lehrerin zu mir. In erster Linie meinte sie wohl die Schule und das Lehrerkollegium im Schuljahrsendstress. Aber es gilt auch für andere. Heuer war (und ist immer noch) die Stadt natürlich in einer Art Ausnahmezustand wegen der Fußball-Europameisterschaft, aber es gilt nach meinen Beobachtungen auch ganz unabhängig davon: Der Sommer ist da, aber die Ferien stehen noch aus. So ist kaum noch jemand wirklich da, bei der Sache, an der Arbeit - alles strebt auf den Urlaub hin. Das Thermometer klettert auf subtropische Werte, es ist oft unerträglich schwül, niemand hat mehr Lust auf irgendetwas: "Im Herbst dann", "nach den Ferien", "im September, besser noch im Oktober"... Seit Wochen verabschieden sich alle nur noch.
Aus der Gemeinde war der Vorschlag gekommen, den Konfirmandenunterricht doch schon im Juni zu beginnen bzw. recht bald nach der Konfirmation. Abgesehen davon, daß die Pfarrrer wegen ihrer vielen schulischen Zusatzverpflichtungen zu Schuljahrsschluss davon nicht begeistert wären - die Konfirmanden wären es sicher noch weniger, und es ist einfach ein ziemlich absurder Vorschlag. Ebenso gut könnte man per Beschluss Weihnachten in den Hochsommer verlegen wollen. Es passt einfach ganz und gar nicht in die hiesige Stimmungslage: Im Juni fängt man da in Wien nichts Neues an. Jedenfalls nichts, was mehr wäre als nur Sommerfestspiele. Alles andere beginnt im Herbst (wieder).
Die neunwöchigen Sommerferien spielen für alle eine große Rolle, unabhängig avon, ob sie mit Schule direkt zu oder indirekt zu tun haben oder nicht: Der Sommer ist die große Zäsur. Ähnlich muss es in Frankreich oder Schweden sein. Wer ein Haus am Land hat, flieht aus der Stadt, so oft er nur kann.
Selbst die Politik spielt verrückt: Die neue SPÖ-Doppelspitze wechselt nach weiterem Sinken der Umfragewerte nun überraschend in Sachen Europa entschlossen die Fronten, ist auf einmal auf der Seite der Kronenzeitung und ihrer Klientel zu finden und befürwortet im Falle eines revidierten EU-Vertrages eine Volksabstimmung! In vielen Regionen Deutschlands würde man dazu wohl sagen: "Was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an?" Wäre Lewis Carrroll ein Wiener gewesen, dann käme in "Alice im Wunderland" wohl kein Märzhase, sondern ein Junihase vor.