Donnerstag, 25. Juni 2009

Psalm 131

HERR, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz. Ich gehe nicht um mit großen Dingen, die mir zu wunderbar sind.
Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter; wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.
Israel, hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!

Ein wunderbarer kleiner Text, der so deutlich sagt, was Glauben ist: Vertrauen, Gewissheit und Geborgenheit.

Englisch

Glaubt man den Statistiken, ist es schlecht bestellt um die Qualität der österreichischen Reifeprüfungen: In Englisch etwa sind 40 Prozent aller Schulabgänger nicht auf dem im Lehrplan geforderten Sprachniveau, so das Ergebnis von Eingangstests an den Fachhochschulen. Und selbst bei jenen AHS-Absolventen, die in den vergangenen drei Jahren ein Anglistik-Studium beginnen wollten, war ein Drittel in Englisch unter Maturaniveau. In den Jahren 2007 und 2008 wiesen 15 Prozent bei den Tests an den Unis Wien und Innsbruck gar nur die Fremdsprachkenntnisse eines Unterstufenschülers auf.

Die Presse (Druckausgabe 24. Juni 2009)

So schlimm? Die Maturanten, die ich in diversen Prüfungen heuer habe Englisch reden, verstanden sich jedenfalls wesentlich sicherer und gewandter auszudrücken als deutsche Abiturienten.

Sie sind überall

Vogtland ist anderswo

Roland May, designierter Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, ist Verlierer. Und mit ihm das Theater, die Besucher und viele Künstler. Fast 200 Theaterbesucher haben ihr Anrechts-Abonnement bereits gekündigt. Darunter Besucher, die dem Theater seit Jahrzehnten die Treue hielten. Was muss eigentlich noch passieren, damit bei Gesellschaftern und Aufsichtsräten die Alarmglocken schrillen? May, der ohne jedes Fingerspitzengefühl das künstlerische Personal bereits weitgehend ersetzt hat, macht sich jetzt daran, auch das Publikum auszutauschen. Wer stoppt diesen Mann, der sich offenbar als Pionier im vermeintlichen Theater-Niemandsland sieht und sich hier rücksichtslos selbst verwirklichen möchte.

Herr May hat für seine erste Spielzeit ein Motto gewählt: „anders leben“. Was wohl soviel heißen soll wie „alles wird anders, aber nicht unbedingt besser“. Anstatt sich um den Spielplan zu kümmern, um neue Besucher zu locken, darf am Theater kein Stein auf dem anderen bleiben. Er ließ bereits ein neues Logo entwickeln, neue Layouts für Plakate und Programmhefte wurden erarbeitet, neues Briefpapier entworfen, und der Internet-Auftritt bekommt ein neues Design. Das kostet was. 30 000 bis 40 000 Euro wird man für die Kreativarbeit wohl berappen müssen. Und da ist noch kein Plakat gedruckt.


Aus dem Vogtland-Anzeiger

Mittwoch, 24. Juni 2009

Von unten gesehen


In der AHS Maroltingergasse

Regen zum Sommerbeginn



Selten kommt es vor, dass ein Tief von der Adria den Weg östlich um die Alpen herum findet. Dann regnet es in Wien - und in Kärnten nicht.

Schreiben, Bleiben, Glauben, Weinen

(…)

Gnadenlos muss ich die Menge des von mir zu verschriften Wollenden tun. Viermal täglich twittern und einmal pro Woche predigtdiensten. Aber wer sollte denn das alles derlesen? Alle schreiben, keiner liest mehr! Zu Papyruszeit war’s exakt umgekehrt. In Ägypten soll gelebt worden sein mit gerade einem Satz pro Woche, in Stein gemeißelt!

(…)

In der Vorabendmesse wurde kürzlich ein Lied angestimmt, worin eine Stelle ungefähr so lautet: „All Sünd hast du getragen, sonst müssten wir verzagen ...“ Da begann ich sofort stumm zu heulen, denn dass es so schön wär, wenn es ein ewiges Leben gäbe – das haben wir, die nicht glauben KÖNNENDEN, und die innigsten geistigen Schwestern gemeinsam.

(…)

Aus Phettbergs Predigtdienst (845)

"Hermes Phettberg und der Katholizismus, das gehört zusammen wie Hostie und Monstranz", sagte der Dichter Franzobel, als ich ihn im Rahmen meines prälaudatorischen Rundrufs zu Ihren Qualitäten befragte, sehr geehrter Herr Phettberg. Was soll ich an Phettberg loben, fragte ich Franzobel, den Verfasser eines vielbeachteten Theaterstücks über Sie. "Stell eine Beziehung her zwischen Phettberg und den großen katholischen Schriftstellern dieses Landes", riet Franzobel: "Rück ihn in eine Linie mit den beiden bedeutendsten Bußpredigern des süddeutsch-österreichischen Raums, mit Abraham a Sancta Clara und Adolf Holl." Aus der Laudatio von Günter Kaindlstorfer auf Hermes Phettberg anlässlich der Verleihung des Wiener Publizistikpreises der Stadt Wien, gehalten am 15. Mai 2003 im Wiener Rathaus

Vom Graben aus gesehen: Der Stephansdom

Dienstag, 23. Juni 2009

Ein Kettenbrief

EIN IRISCHER FREUNDSCHAFTSWUNSCH:

Viel Glück! Ich hoffe, es wird funktionieren...

Möge immer eine Arbeit für Deine Hände da sein;
Möge Dein Geldbeutel immer eine Münze oder zwei enthalten;
Möge die Sonne immer durch Deine Fensterscheiben scheinen;
Möge auf jeden Regenschauer gewiss ein Regenbogen folgen;
Möge die Hand eines Freundes immer für Dich da sein;
Möge Gott Dein Herz mit Freude füllen, um Dich aufzumuntern
und mögest Du eine halbe Stunde, bevor der Teufel mitbekommt, dass Du tot bist, im Himmel sein!

OK, alles was Du zu tun hast ist...
Diesen Text an all Deine Freunde zu senden.

Aber - du MUSST es innerhalb einer Stunde nach dem Öffnen weiterleiten!

Nun: Wünsche Dir etwas. Ich hoffe, Du hast Dir etwas gewünscht!

Und dann, wenn Du es an so viele Personen gesandt hast:

eine Person --- wird Dein Wunsch innerhalb eines Jahres erfüllt werden
drei Personen --- in 6 Monaten
fünf Personen --- in 3 Monaten
sechs Personen --- in 1 Monaten
sieben Personen --- in 2 Wochen
acht Personen --- in 1 Woche
neun Personen --- in 5 Tagen
zehn Personen --- in 3 Tagen
zwölf Personen --- in 2 Tagen
fünfzehn Personen --- in 1 Tag
zwanzig Personen --- in 3 Stunden

Abgesehen davon, wirst Du automatisch drei Jahre lang Glück haben, wenn Du es an zwei Deiner Freunde weiterleitest!

Das Besondere und Liebenswerte an diesem Kettenbrief ist, dass immerhin nur Glück verheißen und kein Unglück angedroht wird. Aber prinzipiell frage ich mich, was Menschen an dieser Art von Kommunikation fasziniert. Würde die Empfehlung, einen hübschen (und bekannten) text weiterzusenden, nicht genügen? Muss alles mit der Verheißung einer Belohnung (Glück!) oder aber der Androhung des Gegenteils verknüpft sein, um Menschen zu irgendeinem Handeln zu bewegen?

Hernalser Friedhofshalle im Regen