Die Schweizer Stadt Lausanne hat mit einer ungewöhnlichen Maßnahme auf die Kälte reagiert: Dort müssen die Müllmänner vor Arbeitsbeginn tanzen, hüpfen, Arme und Beine dehnen, Kniebeugen machen - jeden Morgen exakt zwölf Minuten. Mit dem Aufwärmtraining sollen Verletzungen beim Arbeiten mit den schweren Mülltonnen vermieden werden. (AP)
Gefunden auf welt.de
Ich empfehle auch meinen Konfirmanden immer Gymnastik vor dem Kirchgang, weil man dann besser sitzen, singen und zuhören kann.
Samstag, 17. Januar 2009
Twitterei
Alle Welt fliegt auf Twitter. Alle? Nein, ein von zwei unbeugsamen Bloggern bevölkertes Blog weigert sich - seitdem Robert Basic es das erste Mal The next big Thing genannt hat (Glückwunsch zum wahnsinnig guten Näschen) - standhaft, an diesem Blödsinn teilzunehmen. Twitter ist der Höhepunkt von Belanglosigkeiten, der Höhepunkt des Seelenstriptease - welcher der Damen und Herren Twitterer will denn noch ernsthaft um die Privatsphäre kämpfen, für den Datenschutz eintreten, wenn er selber weitaus mehr in die Welt bläst, als Schäuble, Bush & Co. jemals wissen wollen? Vorratsdatenspeicherung, Fluggastdaten, Online-Durchsuchung, Rasterfahndung, um nur wenige Schlagworte zu bieten - sie alle sind ein Hühnerschiss gegen das, was man per Twittersuche findet. Der Mensch verliert das Können, zu kommunizieren - wenn er es denn jemals besessen hat. Er verliert die letzte Scheu, man hat ja nichts zu verbergen. Twitter ist belanglos, langweilig und auch gefährlich - der Mensch verlernt sich zu artikulieren, was auf Blogs, in Foren und auf Mailinglisten sowieso schon hart an der Grenze ist - allein die kaum vorhandene Möglichkeit richtige Emotionen zu zeigen, verschärft sich durch den Twitter-Blödsinn und die Beschränktheit auf 140 Zeichen noch einmal. Aber vielleicht gibt es Hoffnung - vielleicht überlebt das Geschäftsmodell Twitter den Twitterhype nicht. Ich hoffe es ganz ehrlich. Zwischen den Gang zur Toilette und dem Morgenkaffee Werbung für Viagra oder das Online-Casino - eine grandiose Vorstellung. Ich bin wirklich kein Mensch von gestern - aber verschlüsselte Kommunikation bietet dann doch weitaus mehr, als dieser Dreck, der jeden Kampf pro Privatsphäre, pro Datenschutz ad absurdum führt. Das Netz stellt sich mal wieder selbst ein Armutszeugnis aus - aber auch das ist ja bekanntlich nichts Neues.
Blogeintrag "Twitter - Der größte Blödsinn aller Zeiten" (vom 15. April 2008)
Die wundersame Notlandung eines Flugzeuges auf dem Hudson River hat zwar nun der Twitterei den Triumph der schnellsten Berichterstattung beschert, aber grundsätzlich ist dem Urteil des oben zitierten Bloggers zuzustimmen. Die Ausweitung der Kommunikationsmöglichkeiten steht heute in einem seltsamen Gegensatz zu dem, was Menschen einander noch mitzuteilen haben. Kommunikation ist ein Wert an sich geworden, auch - oder gerade weil - wenn man sich nichts zu sagen hat.
Blogeintrag "Twitter - Der größte Blödsinn aller Zeiten" (vom 15. April 2008)
Die wundersame Notlandung eines Flugzeuges auf dem Hudson River hat zwar nun der Twitterei den Triumph der schnellsten Berichterstattung beschert, aber grundsätzlich ist dem Urteil des oben zitierten Bloggers zuzustimmen. Die Ausweitung der Kommunikationsmöglichkeiten steht heute in einem seltsamen Gegensatz zu dem, was Menschen einander noch mitzuteilen haben. Kommunikation ist ein Wert an sich geworden, auch - oder gerade weil - wenn man sich nichts zu sagen hat.
In sich schlüssige Konsequenz einer theologisch fragwürdigen Entscheidung
Homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer der rheinischen Kirche in eingetragenen Lebenspartnerschaften erhalten bei Besoldung und Versorgung dieselben Rechte wie Ehepaare. Das hat die am Freitag in Bad Neuenahr beendete Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland beschlossen. Kirchenbedienstete in eingetragenen Lebenspartnerschaften haben damit dieselben Ansprüche auf Ortszuschlag oder Hinterbliebenenrenten wie Ehepaare. Im Vordergrund der Entscheidung "stand eine Grundsatzfrage, denn faktisch geht es um zurzeit lediglich zwölf Fälle eingetragener Lebenspartnerschaften und Mehrkosten von 19 740 Euro pro Jahr", sagte ein Kirchensprecher.
Kölnische Rundschau 16. 01. 2009
Wie beruhigend, dass immerhin die finanziellen Folgen noch zu vernachlässigen sind...
Als Konsequenz der theologisch fragwürdigen Entscheidungen, Menschen in homosexuellen Partnerschaften zu segnen und solche Partnerschaften auch im Pfarrhaus zuzulassen, ist dieser Beschluss in sich immerhin schlüssig. Eine Sonderregelung für Pfarrer und Pfarrerinnen wäre unter diesen Voraussetzungen noch ärgerlicher.
Kölnische Rundschau 16. 01. 2009
Wie beruhigend, dass immerhin die finanziellen Folgen noch zu vernachlässigen sind...
Als Konsequenz der theologisch fragwürdigen Entscheidungen, Menschen in homosexuellen Partnerschaften zu segnen und solche Partnerschaften auch im Pfarrhaus zuzulassen, ist dieser Beschluss in sich immerhin schlüssig. Eine Sonderregelung für Pfarrer und Pfarrerinnen wäre unter diesen Voraussetzungen noch ärgerlicher.
Wo sind die jungen Leute?
Gestern abend im Großen Saal des Konzerthauses: Das Russische Nationalorchester unter Vladimir Jurowski, auf dem Programm: Rachmaninow ("Die Toteninsel"), Prokofjew (3. Klavierkonzert mit dem jungen Simon Trpceski), Schostakowitsch (6. Sinfonie). Ein großartiges Konzert. Ausverkauftes Haus. Unter all den Besuchern entdeckte ich genau einen, der erkennbar jünger war als fünfundzwanzig: Ein Kind von etwa zehn Jahren in Begleitung seiner Eltern. Der Schulunterricht im Fach Musik ist an den öffentlichen Schulen in Öterreich ebenso mangelhaft wie in Deutschland und führt nicht mehr an das Hören klassischer Musik heran. Natürlich gibt es Ausnahmen wie Musikgymnasien (eines gibt es auch in Wien, unser Organist unterrichtet dort), aber da geht es natürlich in erster Linie um aktive Musikausübung. Der Musikunterricht an den AHS besteht zumindest in der Unterstufe aus Singen zu Playback vom Tonband, Musikgeschichte kommt überhaupt erst in den letzten Schuljahren in den Blick, einen Zugang zu klassischer Musik haben die wenigsten Maturanten. Und wenn es dann auch noch Musik ist, die nicht so eingängig ist wie die der Wiener Klassik, sondern auch noch eine gewisse Höraufgabe stellt - oder gar ein wenig atonal ist -, dann ist das einfach zu viel. Aber noch ist das kulturelle Gewicht der Hochkultur und der E-Musik groß genug, dass Menschen die Konzertsäle füllen - oft gewiss eher aus Pflicht denn aus Neigung.
Mor Gabriel
Dem syrisch-orthodoxen Kloster Mor Gabriel – zwanzig Kilometer südlich der Stadt Midyat in der Südosttürkei – droht die Vertreibung. Das Kloster hat eine fast ungebrochene 1600jährige Geschichte. Kürzlich wurde das Kloster mit einer Flut von Prozessen überzogen. Einer der Vorwürfe lautet, daß auf dem Grundstück für den Bau des Klosters eine Moschee abgerissen worden sei. Türkische Medien bemerken dagegen, daß das Kloster bereits 200 Jahre vor Mohammed und der Gründung des Islam erbaut wurde.Gefunden auf kreuz.net.
Man sieht, dass es mit den Geschichtskenntnissen nicht nur Mitteleuropa nicht zum besten bestellt ist.
In Deutschland hat sich eine Aktionsgemeinschaft zur Unterstützung des Klosters und seiner Interessen formiert.
Freitag, 16. Januar 2009
Böse Prominente
Promi-Mütter verderben die Preise. Wenn alles gerecht zugegangen wäre, als die Emanzipationsrevolution ihre Kinder entließ, stünde die Vollzeitberufstätige Spontan-Spätgebärende, die sich nach zwei Monaten Schonfrist im Job zurückmeldet, als Heldin der Geschichte da. Es kam anders. Die neuen Glamour-Mamas haben ihr den Mütterpokal vor der Nase weggeschnappt. Jüngstes Beispiel: Frankreichs Justizministerin Rachida Dati nahm fünf Tage nach der Entbindung, die terminkalenderkompatibel per Kaiserschnitt erledigt wurde, ihre Amtsgeschäfte wieder auf. Selbstredend schlüpfte sie für die Kabinettssitzung in ein Kostümchen Größe zero.
Auch Angelina Jolie lässt alle sich emanzipiert wähnenden weiblichen Erziehungsberechtigten wie Versagerinnen aussehen: Während sie ihre Zwillinge austrug, adoptierte sie drei Kinder aus fünf Kontinenten. Oder waren es fünf aus drei? Jedenfalls jettete sie, kaum dem Kreißsaal entkommen, mit ihrem Clan um die Welt. Mühelos schließt sie den Fläschchenwärmer mit den Hot-Spots des Kinos kurz. Star-Kollegin Heidi Klum macht den demografischen Durchschnittsdamen mit 1,4 Kindern vor, dass auch 3,0 locker in eine 60-Zentimeter-Taille passen. Zudem beweist die Blondine verbissenen Akademikerinnen, dass man nicht den Unterschied zwischen Nettoreproduktionsrate und Einschaltquote kennen muss, um eine TV-Show zu moderieren. „Die Veteranen der häuslichen Kleinkriege, postfeministische Mütter von maximal zwei Kindern im täglichen Kampf um ihre Life-Work-Balance, glorifiziert jetzt niemand mehr“, bilanzierte ein Magazin. Alles Schlampen außer Mutti Heidi.
Auch Angelina Jolie lässt alle sich emanzipiert wähnenden weiblichen Erziehungsberechtigten wie Versagerinnen aussehen: Während sie ihre Zwillinge austrug, adoptierte sie drei Kinder aus fünf Kontinenten. Oder waren es fünf aus drei? Jedenfalls jettete sie, kaum dem Kreißsaal entkommen, mit ihrem Clan um die Welt. Mühelos schließt sie den Fläschchenwärmer mit den Hot-Spots des Kinos kurz. Star-Kollegin Heidi Klum macht den demografischen Durchschnittsdamen mit 1,4 Kindern vor, dass auch 3,0 locker in eine 60-Zentimeter-Taille passen. Zudem beweist die Blondine verbissenen Akademikerinnen, dass man nicht den Unterschied zwischen Nettoreproduktionsrate und Einschaltquote kennen muss, um eine TV-Show zu moderieren. „Die Veteranen der häuslichen Kleinkriege, postfeministische Mütter von maximal zwei Kindern im täglichen Kampf um ihre Life-Work-Balance, glorifiziert jetzt niemand mehr“, bilanzierte ein Magazin. Alles Schlampen außer Mutti Heidi.