Mittwoch, 2. September 2009

Fantasy mit Stil

Die Aion™ Limited Collector’s Edition eröffnet Ihnen das komplette Aion-Erlebnis:

  • eine 16 cm hohe, handbemalte Figur von Aiva, einer geflügelten asmodischen Daeva
  • exklusive Ingame-Gegenstände, darunter:
    • Schwarzwolken-Flügel, die die Flugzeit um 40 Sekunden verlängern
    • der Schwarzwolken-Ohrring, der Lebenspunkte und Mana erhöht
    • ein exklusive, die Werte des Charakters verbessernder Titel
    • ein Färbstoff für die persönliche Gestaltung eines Ingame-Gegenstandes
    • zwei Charakter-Emotes
    • der offizielle Aion-Soundtrack auf CD
  • zwei doppelseitige Poster in Farbe
  • eine dreifach gefaltete Schnellreferenz in Farbe
  • der Spiel-Client auf zwei DVDs
  • Spielhandbuch
  • die ersten 30 Tage Spielzeit

Handbemalte Figur

Diese 16 cm hohe, handbemalte Figur von Aiva, einer geflügelten asmodischen Daeva, verfügt über abnehmbare Flügel sowie eine abnehmbare Axt.

Schwarzwolken-Flügelset

Die Schwarzwolken-Flügel können ab Stufe 30 im Spiel ausgerüstet werden und verlängern die Flugzeit um 40 Sekunden.

Schwarzwolken-Ohrring

Der Schwarzwolken-Ohrring gewährt Ihrem Charakter eine Verstärkung für seine Lebens- und Manapunkte.

Dunkelvioletter Färbstoff


Dieser Färbstoff fürs Spiel erlaubt Ihnen das einmalige Einfärben eines Ihrer Ingame-Gegenstände.

Zwei exklusive Emotes fürs Spiel

Der Boogie und der Hip Hop.

Der offizielle Aion-Soundtrack auf CD

Der Soundtrack für Aion wurde von dem weltbekannten Komponisten Ryo Kunihiko kreiert. Seine Musik spiegelt sowohl die ätherische Schönheit der Welt von Aion als auch den Nervenkitzel ihrer Kämpfe wider.

Quelle: Blog zum Spiel

Dank sei der Kultur!

Ohne Bücher und ohne Theater wären die Menschen hilflos dem Sex ausgeliefert.

Franzobel

Der Geistliche als Mahnung an das Jenseits

Alles an einem Geistlichen ist für die Menschen, oder sollte es sein, eine Mahnung an die nächste Welt, an Tod und Gericht, an Himmel und Hölle. Schon seine Kleidung ist ein Memento. Er kleidet sich nicht wie die anderen Menschen. Sein Gehaben ist ein Memento. Seine Art zu sprechen ist ernster als die der anderen. Auch seine Pflichten sind ein Memento. Man sieht ihn in der Kirche beten, taufen, predigen; man sieht in bei der Unterweisung der Kinder; man sieht in bei den Werken der Nächstenliebe; oder man sieht ihn beim Studium. Sein Leben ist der Welt des Unsichtbaren geweiht. Sein ganzes Tun ist dazu bestimmt, die Menschen daran zu erinnern, daß die Zeit kurz, der Tod gewiß und die Ewigkeit lang ist.

Aus einer Predigt von John Henry Newman (Geduld und Tadel der Welt v. 29. März 1840, also noch einige Jahre vor seinem Übertritt zum Katholizismus)

Was für ein Ideal! Dass dieser Prediger auf dem Weg zum Katholizismus war, ist unüberhörbar. Trotzdem hat sich so etwas auch in den Köpfen von Protestanten festgesetzt. "Was sind Sie von Beruf?" - "Evangelischer Pfarrer." - "Aah..." Und es tritt eine Veränderung des Blickes und des Tonfalls ein, die häufig zeugt von einer plötzlichen Unsicherheit, wie man einem solchen Wesen denn begegnen soll.

Meine neue Schule

Vom neuen Schuljahr an unterrichte ich nicht mehr an der AHS Maroltingergasse, sondern im Realgymnasium und Oberstufenrealgymnasium des Marianums, einer katholischen Privatschule im 18. Bezirk. Stammschule ist aber weiterhin die HLW 19 in Grinzing,

Zu Tode gesichert auf dem Weg nach unten

Schon auf dem Weg nach unten? Zumal sehr viel darauf hindeutet, dass selbst ein geordneter Schuldenabbau den langen wirtschaftlichen Abstieg Europas nicht mehr verhindern kann – den dürften wir nämlich längst anzutreten begonnen haben. Das heißt nicht, dass Europa vor der Verarmung stünde – die Bewohner des Alten Kontinents werden noch über Jahrzehnte hinaus überproportional wohlhabend bleiben. Das Problem liegt allerdings darin, dass die Bevölkerung überaltert und schrumpft. Was wiederum bedeutet, dass die Financiers der Wohlfahrtsstaaten sukzessive ausdünnen, während die Zahl jener Menschen, die immer höhere Forderungen an die abnehmende Zahl von Aktiven stellt, rasant wächst.

Zu lösen wäre dieses Dilemma über immer neue Schulden oder eine deutliche Steigerung der Produktivität. Letzteres wiederum geht nur über Innovationen. Und genau da scheint Europa längst nicht mehr die erste Adresse zu sein. Es ist kein Zufall, dass Bill Gates und Steve Jobs nicht aus Wuppertal oder Palermo kommen und die großen europäischen Pioniere allesamt im letzten Jahrtausend lebten.

Zu Tode gesichert. Obwohl die sozialen Sicherungsnetze nirgendwo so dicht geknüpft sind wie in Europa, fürchten sich die Menschen nirgendwo in der Welt so vor Risiko wie in unseren Breiten. Wer wirtschaftlich scheitert, ist ebenso der sozialen Ächtung ausgesetzt wie jemand, der reich wird. Der unternehmerische Erfolg wird vielerorts noch immer als unverschämter Diebstahl an der Solidargemeinschaft verstanden – ungeachtet des Umstands, dass die Allgemeinheit ohnehin die Hälfte der Risikoprämie (Gewinn) des Unternehmers einstreift. Jedenfalls dürfte das nicht gerade das Umfeld sein, in dem jene Innovationen entstehen, die unser aller Wohlstand dauerhaft sichern.

Aber sehen wir die Sache einmal positiv. Die tobende Krise bringt nicht nur die Wohlfahrtsstaaten Europas in Schwierigkeiten, sie beschleunigt auch den wirtschaftlichen Aufstieg jener Länder, deren Menschen bis dato wenig zu lachen hatten. Schon heuer geht das Wachstum der Weltwirtschaft fast zur Gänze auf das Konto der aufstrebenden Märkte Asiens und Südamerikas. Die drei teuersten Banken der Welt kommen mittlerweile aus dem roten China – wer hätte das vor zehn Jahren für möglich gehalten? Prognosen zufolge werden 2025 fünf der zehn größten Volkswirtschaften der Welt aus der Gruppe der heutigen Schwellenländer kommen. Das heute von Korruption zerfressene Indien soll dann zur Nummer drei der Welt aufgestiegen sein (hinter den USA und China).

Jung, gebildet, hungrig nach Erfolg. Mit einem Durchschnittsalter von 24,9 Jahren ist Indien vor allem eines: jung. Laut Klaus Malle von Accenture Österreich stehen dem Land mit einer halben Milliarde Menschen im erwerbsfähigen Alter doppelt so viele Arbeitskräfte zur Verfügung wie der gesamten EU. Knapp drei Millionen Inder verlassen jährlich eine Universität, womit nicht einmal der Bedarf der Hightechsektoren gestillt werden kann. Dennoch wird sich Indiens Wirtschaftsleistung in den nächsten 15 Jahren verfünffachen.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf werden die Helden von morgen den wohlhabenden Europäern noch länger unterlegen sein. Allerdings zählen allein China und Indien mehr als 123 Millionen Mittelschichthaushalte – das ist mehr als die Anzahl aller Haushalte in den USA. Im Jahr 2025 werden über die Hälfte aller Elektronikgeräte, Autos, Nahrungsmittel und Textilien in den aufstrebenden Märkten verkauft. Die Verbraucher in China, Indien, Russland, Südkorea, Brasilien und Mexiko werden jüngsten Schätzungen zufolge in 15 Jahren 25 Billionen Dollar für Konsumgüter ausgeben – und damit mehr als die Menschen in den USA, Japan und Westeuropa.

Der Gartenzaun als Messlatte. Während die Bewohner der unterprivilegierten Regionen in der Marktwirtschaft den schnellsten und sichersten Fluchtweg aus der Armut sehen, warnen in Europa durchaus intelligente Zeitgenossen vor dem „ungezügelten Kapitalismus“, der den Sozialstaat zerstöre. Und das in Ländern, in denen die öffentliche Hand der größte Wirtschaftsfaktor ist, in denen 30 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung für Soziales ausgegeben und 50 Prozent Einkommensteuer eingehoben wird.

Wenn mitten in der Wirtschaftskrise zur Sicherung des Wohlstandes angeregt über die Einführung der 35-Stunden-Woche diskutiert wird (obwohl sich dadurch die menschliche Arbeitskraft schlagartig um zehn Prozent verteuert), ist schon eine Menge über Europas Zukunftschancen gesagt. Arm ist in unseren Breiten eben nicht, wer kein Dach über dem Kopf oder nichts zu essen hat. Sondern wer nicht mehr mit 58 in Pension gehen darf oder mit einem etwas weniger luxuriösen Lebensstandard zurechtkommen muss als sein Nachbar.

So gesehen ist es nach Jahrhunderten europäischer Dominanz vielleicht kein Fehler, Menschen aus anderen Teilen der Welt am reichlich gedeckten Tisch des Wohlstands Platz zu machen.

Aus: Franz Schellhorn, Europa: Reich und schwach, Die Presse 30.8.2009

Impression

Von Irren und Bürgern, Faust und Jim Knopf

Fühlen Sie sich wohl in Wien?

Wien ist eine der tollsten Metropolen, die ich kennen gelernt habe. Im Moment möchte ich nirgendwo anders leben. Berlin ist auch nicht schlecht, aber dort kann man nicht Theater machen, dort ist alles besserwisserisch, hart und kalt und wird nur in Konkurrenz gesehen. Hier liebt man die Schauspieler, die Regisseure, das Theater.

Liebt man die Schauspieler zu Recht?

Natürlich. Allabendlich gehen sie auf die Bühne und spielen für uns. Im Grunde ist es Wahnsinn. Sie sind Süchtige. Gäbe es keine Theater, man müsste mehr Irrenhäuser bauen. Es ist daher besser, man investiert ins Theater, das kommt auf Dauer billiger.

Sie haben einmal gesagt: "Theater ist der einzige Ort, an dem ich überleben kann".

Kann sein. Meine Eltern wollten unbedingt, dass ich Künstler werde, ich wollte aber nicht und habe vieles ausprobiert.

Die klassische Künstlerbiografie haben Sie auf den Kopf gestellt.

Absolut. Meine Abgründe erschienen mir lebensbedrohlich, diese mit Kunst zu bekämpfen hat sich in der Zwischenzeit als einziger Ausweg erwiesen. Ursprünglich wollte ich meine seelischen Untiefen, die mich zugleich fesseln und erschrecken, mit einer bürgerlichen Existenz bekämpfen. Bis zum heutigen Tag lässt mich diese eigenartige Sehnsucht nach dem Bürgertum nicht los. Viele meiner Freunde kommen aus diesem Milieu, sind Ärzte, Banker oder Schreiner.

Was bedeutet für Sie das "Bürgertum"?

Es hat für mich etwas wahnsinnig Tröstendes. Es sind für mich Menschen, die mit sich und ihrer Existenz ausgesöhnt sind.

Eine allzu romantische Vorstellung.

Natürlich ist das Quatsch. Dennoch sitze ich gern in ihren gepflegten Vorstädten, trinke ihre Weinkeller leer und bin für ein paar Stunden ein ganz normaler Mensch: Bevor rauskommt, dass ich das doch nicht sein könnte, bin ich schon wieder weg. So lässt es sich gut leben. Ich habe eine bürgerliche Existenz, habe Familie, drei Kinder.

Wo bleibt angesichts der Finanzkrise eigentlich das neue politische Theater?

Es wird am 4. September stattfinden. Mit "Faust zwei".

Wie bitte?

In "Faust zwei" geht es um die Erfindung des Papiergelds, um die Idee, dass der Glaube eine Gesellschaft prosperieren lässt, während Unglaube mit Krise gleich gesetzt wird – damit analysiert Goethe genau das, was heute passiert. Hinzu kommt der Schönheitswahn rund um die Figur der Helena, das erinnert an den heutigen Model-Kult. Ich unternehme den ehrenwerten Versuch, dem Publikum zu schildern, was in "Faust, der Tragödie zweiter Teil" überhaupt vorkommt. Wer weiß denn noch, was eine klassische Walpurgisnacht ist? Die gibts gar nicht. Heutige Fantasy-Romane muten, verglichen mit den fantastischen Ideen, die Goethe hier ausgebreitet hat, wie die Abenteuer von Jim Knopf an.

Aus einem Interview der "Wiener Zeitung" (29.08.2009) mit dem neuen Burgtheaterchef Matthias Hartmann

Sehr entspannt am Kölner Dom

Schweinegrippe

Erstmals ringt ein mit der Schweinegrippe infizierter Patient in Deutschland mit dem Tod. Eine Sprecherin der Uniklinik Bonn bestätigte am Dienstag Berichte von bild.de und des Kölner «Express», wonach ein 35-jähriger Mann auf der Intensivstation in Lebensgefahr schwebt. Sein Zustand habe sich zwar gebessert, sei aber weiterhin kritisch.

Der 35-Jährige war vor einer Woche mit Grippesymptomen stationär aufgenommen worden. Bei ihm habe ein Grundrisiko bestanden, an jeder Grippe schwer zu erkranken, sagte die Sprecherin. Nähere Angaben wollte sie nicht machen. Laut «Express» versagten die Organe des Mannes wegen des schweren Krankheitsverlaufs.

Die Klinik-Sprecherin erklärte am Dienstag, das Anti-Grippemittel Tamiflu habe inzwischen angeschlagen. Eine Mutation des Virus könne ausgeschlossen werden.

In Deutschland gab es bisher noch keinen Schweinegrippen-Todesfall; die Krankheitsverläufe verliefen weitestgehend mild. Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag sind insgesamt 15'878 Personen in Deutschland an der Schweinegrippe erkrankt.

nzz.ch

Inzwischen sind auch schon die ersten Staatsoberhäupter an der Schweinegrippe erkrankt, in Costa Rica und Kolumbien, wenn ich mich nicht irre. Das Wort "Schweinegrippe" impliziert eine besondere Perfifität und Abscheulichkeit dieser Krankheit. Sie macht auch nicht Halt vor hochgestellten Personen...
Die Experten werden schon recht haben mit ihren Prognosen, dass die Zahl der Erkrankungen nach der Feriensaison noch einmal stark zunehmene wird. Da kommt unser Währinger Pestkelch doch zu neuen Ehren.