Freitag, 13. Mai 2011

Oh weh, zwei Monate...

Zwei Monate kein  Eintrag im Blog. Das sagt alles über meine gegenwärtige Arbeitsbelastung. Möge es besser werden. Ich gelobe Besserung. Aber es ist nicht immer einfach, nein zu sagen. Das fiel mir noch nie leicht.
Im nächsten Jahr immerhin drei Schulstunden weniger. Und es kommt für ein Jahr eine Pfarramtskandidatin, das wird doch hoffentlich eine gewisse Entlastung bringen.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Entwackeln


Mit wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Abbild wollt ihr von ihm machen? Der Meister gießt ein Bild und der Goldschmied vergoldet's und macht silberne Ketten daran. Wer aber zu arm ist für eine solche Gabe, der wählt ein Holz, das nicht fault, und sucht einen klugen Meister dazu, ein Bild zu fertigen, das nicht wackelt. 
Jesaja 40 , 18 - 20

Dienstag, 31. August 2010

Morgen vor drei Jahren jährt sich mein Dienstantritt in Wien zum dritten Mal. Zeit, dieses Blog zu schließen und eine Fortsetzung zu eröffnen. Hier geht es dann weiter: http://neue-wiener-notizen.blogspot.com.

Sonnenuntergang im Burgenland

Vergebliches Bemühen

Ich versuche mich zu erinnern, gehe meinen Tag durch: Da war doch irgendwo ein Splitter eines eigenen Gedankens. Aber er will mir einfach nicht mehr einfallen.

St. Margarethen

Der Schlussbeifall bei der Zauberflöte hielt sich in Grenzen (oder verlor sich im Rund des Römersteinbruchs). Erst das sich anschließende Feuerwerk versetzte das Publikum in unüberhörbares Entzücken.

Sonntag, 29. August 2010

Zum Nachdenken

In Nord- und Mitteldeutschland ist "Einsegnung" ein anderer Ausdruck für die Konfirmation, in Österreich ein Synonym für die kirchliche Bestattung. Eine Beobachtung zum Nachdenken.

Lueger-Kirche am Zentralfriedhof


Kuppel der Dr.-Karl-Lueger-Gedächtnis-Kirche (Karl Borromäus-Kirche) auf dem Zentralfriedhof. Die nach dem berühmten (und als Antisemit berüchtigten) früheren Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger benannte Kirche (sie ist zugleich sein Mausoleum) ist wunderschön anzusehen, aber die Akustik ist sehr problematisch. Vor einigen Tagen hatte ich zum ersten Mal dort eine Einsegnung zu halten, und aus irgendwelchen Gründen waren die Mikrophone der Beschallungsanlage nicht auffindbar. So war es ein wahrer Kampf mit dem Nachhall, der mehrere Sekunden währt.

Dienstag, 24. August 2010

Ich entsorge, also bin ich

Entsorgen Sie täglich: Betrachten Sie das Wegwerfen als etwas ebenso Selbstverständliches wie das Kaufen. Damit beginnen Sie einen neuen Abschnitt in Ihrem Leben. Vereinbaren Sie mit sich selbst, ab heute jeden Tag konsequent 1, 2 oder 3 Dinge aus Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro in den Abfall zu verbannen – so wie Sie bisher fast jeden Tag etwas gekauft haben.

Auch wenn es Ihnen anfangs schwer fällt – die meisten Menschen gewöhnen sich sehr schnell daran. Es ist normal, wenn Sie beim Wegwerfen gelegentlich Gefühle von Unsicherheit oder Wehmut spüren. Trennungsschmerz gehört zu Ihrem Leben wie die Freude über neu erworbene Dinge. Betrachten Sie die simplify-Wegwerf-Strategie nicht als zwanghafte Regel, sondern als natürliche, gesunde Lebenseinstellung.
In einem durchschnittlichen Haushalt befinden sich zwischen 10.000 und 50.000 Gegenstände, und fast täglich kommt Neues hinzu. 1 bis 3 Dinge weniger pro Tag, das macht bis zu rund 1.000 im Jahr, von denen Sie sich entlasten und zugleich Raum für Neues, Besseres, Sinnvolleres schaffen. Was nicht heißt, dass Sie entstehende Lücken unbedingt auffüllen müssen. Genießen Sie die freier werdenden Flächen im vormals prall gefüllten Regal. Freuen Sie sich über die Schublade, in der nur noch das liegt, was Sie wirklich brauchen.    
Auch wenn Sie bislang schon ein „aufgeräumtes" Leben geführt haben, sollten Sie sich das tägliche Wegwerfen wenigstens eines Gegenstandes zur Gewohnheit und Lebenseinstellung machen.
Hier einige Beispiele, die Sie Ihren Lebens- und Arbeitsumständen entsprechend persönlich ergänzen sollten. Entsorgen Sie täglich:  
  • Kleidungsstücke, die Sie nie wieder tragen 
  • Haushaltsartikel, die Sie nie wieder benutzen 
  • Geschirr und Besteckteile, die nie wieder auf Ihren Tisch kommen 
  • Dekorationsmaterial, das Sie nie wieder verwenden 
  • Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist 
  • CDs, Schallplatten und Videos, die Sie sich nie wieder anhören und ansehen werden 
  • Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, die Sie nie wieder lesen 
  • Bücher aus Wissenschaft und Politik, deren Inhalt von der Geschichte längst überholt wurde 
  • Kleinkram aus Schubladen und von Regalen 
  • Betriebsanleitungen und Ersatzteile von Geräten, die Sie längst nicht mehr besitzen 
  • CDs und Disketten mit Computer-Programmen (plus deren Handbücher), die Sie nie wieder installieren werden
  • Steuerunterlagen, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist (10 Jahre nach demjenigen 31.12., welcher der Zustellung des Steuerbescheides folgte) 
  • Souvenirs und Geschenke, die zu toten Gegenständen geworden sind, weil Sie deren Zusammenhänge nicht mehr im Herzen tragen 
  • abgenutztes Werkzeug und alle anderen Dinge, die beim nächsten Gebrauch (falls jemals) nicht mehr einwandfrei funktionieren werden 
Hans-Ulrich Meißner


Aus dem simplify-Newsletter

Samstag, 21. August 2010

Zynismus - öffentlich-rechtlich



Fiese Fassaden - Deutschland aus der Street View



hr2-kultur | Der Tag | Freitag, 20.08.2010

Ja Leute, folgt dem Trend: hindert Google daran, eure Häuser im Internet zu zeigen. Lasst eure Fassaden verpixeln – und verschont den Rest der Welt mit diesem Anblick! Denn – mal ganz im Ernst: Was wird man zu sehen bekommen, wenn Google Street View Deutschlands Städte fotografiert hat? Ein Panoptikum an Scheußlichkeiten. Die Unwirtlichkeit unserer Städte als Fotoalbum. Das Grauen zum Nachschlagen. Das muss wirklich nicht sein. Man könnte natürlich Googles Street View zum Anlass nehmen, sich mal um das Aussehen deutscher Städte zu kümmern, sich mal Gedanken darüber machen, warum wohl die Depression auf dem Weg ist, die Volkskrankheit Nummer eins zu werden.

Aus dem e-mail-Newsletter der Sendung "Der Tag"

Donnerstag, 19. August 2010

Bei geöffnetem Fenster

Die Grille im Hinterhof
singt ohne Unterlass,
als könnte sie allein
den Sommer zum Bleiben bewegen
durch ihren Gesang.

Ich bewundere sie.

Hildegard Knef - In dieser Stadt

Splitter

Wenn alles Leben Problemlösen ist, wie Karl Popper gemeint hat, dann ist Urlaub so etwas wie Scheintod.

Louis Armstrong - Mack The Knife - 1959




1959 in Stuttgart, anscheinend in der damals drei Jahre alten Liederhalle.

Geschenkidee

Eine gute Idee für ein Geschenk zur Konfirmation oder zum 16. oder 18. Geburtstag: Ein ungeheuer umfangreiches Adressbuch, das ein Leben lang reicht und genügend Platz bietet für die Hunderte oder Tausende Kontakte, die ein Mensch so in seinem Leben ansammelt - die meisten nur auf Zeit. Trüge man in einem solchen Buch nicht nur alle Daten (und Änderungen) treulich ein, sondern könnte man sich auch entschließen, bei gelegentlicher Durchsicht des Buches die Namen all derjenigen zu streichen, mit denen man nichts mehr zu tun hat oder haben will - oder die inzwischen gestorben sind -, dann wäre ein solches Buch ein wahrer Lebensbegleiter und würde eben auch abspiegeln, wie mit der Zeit die Zahl der Toten und übrigen Gestrichenen immer mehr zunimmt.

Ein Stück Erinnerung: Marlene Dietrich - Sag mir, wo die Blumen sind



Kommentar eines Users auf youtube: "that smokey velveted voice , so Sexy, who said the German language is not hot..."


Diese wunderbare Aufnahme ist eine der großen und schönen Erinnerungen an meine Jugendtage, als wir noch an die Veränderlichkeit der Welt glaubten.

Mittwoch, 18. August 2010

Traurige Nachrichten aus Gelnhausen

Gustav Honzen bei der Verabschiedung einer Sekretärin im Juni


Durch eine meiner ehmaligen Schülerinnen erfahre ich heute vom Tod unseres Gelnhäuser Schulleiters. Seit einem Jahr war seine Krankheit bekannt, werst kürzlich wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet-

Gelnhausen - 17.08.2010 23:23 Uhr
 
Gustav Honzen ist tot

Gelnhausen (küm/re). Gestern morgen ist der ehemalige Schulleiter der beruflichen Schulen, Gustav Honzen, nach schwerer Krankheit gestorben. Erst Anfang Juli war er aus dem Schuldienst verabschiedet worden. Der bekannte und beliebte Pädagoge wurde nur 64 Jahre alt. Besonders tragisch: Bereits am Samstag starb Gustav Honzens Bruder Friedrich Wilhelm im Alter von 61 Jahre, ebenfalls nach langer, schwerer Krankheit.

Zum Lehrerberuf kam Honzen auf dem zweiten Bildungsweg. Nach der Schulzeit an der Volks- und der Kreisrealschule machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Gleichzeitig wurde er Landwirt.

Er verpflichtete sich für vier Jahre bei der Bundeswehr. Dort lernte er die pädagogische Arbeit kennen und lieben. Er drückte noch einmal die Schulbank, um sein Abitur am Abendgymnasium abzulegen. Es folgte ein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sein Referendariat absolvierte er an den beruflichen Schulen in Gelnhausen, denen er bis zu seiner Pensionierung am 1. Juli treu blieb. 

http://www.gnz.de/index.php?id=8&backPID=8&tt_news=16130


Ein feiner Mensch, ein menschlicher Schulleiter, ein guter Pädagoge.

Im gemeinsamen Nachruf von Schulleitung, Personalrat, Elternbeirat und Schülervertretung auf der Schulhomepage heißt es sehr richtig:


"Mit Gustav Honzen verlieren die Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler und die ganze Schulgemeinde einen zuverlässigen Begleiter und Ratgeber. Er verstand es, den ihm anvertrauten Menschen in allen Situationen beizustehen, sie zu motivieren und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen.
Vielen Generationen von Schülerinnen und Schülern ist Gustav Honzen ein beliebter Lehrer und einfühlsamer Pädagoge gewesen, der sie vorbildlich auf dem Weg ins Berufsleben begleitet hat. Die Schülerinnen und Schüler bildeten für ihn stets den Mittelpunkt seines Wirkens. Seine Türe stand immer offen."