Montag, 20. Juli 2009

Die große Verführung

Powerpoint ist ein faszinierendes Stück Software, ungefähr so, wie LSD oder Morphium faszinierende Substanzen sind. Wenn sie aber in falsche Hände geraten, und das ist leider fast immer der Fall, dann machen sie kurzfristig jeden Traum wahr.

Powerpoint formatiert Gedanken. Hell leuchten sie auf das Publikum herab, kleine, schimmernde Wunder, bereitet aus den Zutaten Finsternis, Beamerlicht und kurzen Stummelsätzen. Die drei Grazien der Präsentation – Zurückhaltung, Einfachheit, Natürlichkeit – bleiben ja meist ausgesperrt. In der Regel steht in Riesenschrift geschrieben, was gesagt wird, und was gesagt wird, steht geschrieben. Die Cognitive Load Theory besagt aber, dass man eine Information kaum verarbeiten kann, wenn sie sich sowohl hören als auch sehen lässt.

Die Konkurrenz zwischen Auge und Ohr ermüdet das Organ dazwischen. Die Arme werden schwer. Man gerät in Trance. Mit Powerpoint machen die Manager dieser Welt Ferien vom Ich.

Wer heute ohne Folien zu einer Präsentation antritt, steht so nackt da, als wäre er ohne Hosen aufs Podium gestiegen. (...) Deftiger spricht der US-amerikanische Autor Seth Godin in dem E-Book "Really Bad Powerpoint" zu uns: "Nahezu jede Powerpoint-Präsentation stinkt nach verfaulten Eiern."

Franz Zauner: Käfig voller Folien, Wiener Zeitung 11. Juli 2009, Extra S. 2

In der Tat: Powerpoint ist nicht nur eine weltweite Seuche, sondern ein Instrument zur Erzeugung des schönen Scheins von Einfachheit, Klarheit, Kompetenz. Ganz selbstverständlich wird heutzutage erwartet, dass Schüler heute späterstens zur Matura mit diesem Programm umgehen. Rechtschreibung ist vielleicht nicht ihre Stärke, aber Folien können sie erstellen und abspielen. Leider kommen die Rechtschreibfehler dann auch besonders klar heraus.

Gersthof - Weinhaus

Blick vom Gersthofer Platzl zur Weinhauser Kirche

Kriegsberichterstattung

"Alles, was irgendwie schiefgehen konnte, ging schief"

Diesen Satz habe ich zum ersten Mal am Ende einer internationalen Konferenz gesagt, in der regelrecht der Wurm drin war. Ich hatte ein Team mitgebracht, das bei der Durchführung einer mehrtägigen Veranstaltung in Übersee helfen sollte, und alles, was irgendwie schiefgehen konnte, ging schief. Es gab Sprachschwierigkeiten, kulturelle Schwierigkeiten, Schwierigkeiten mit dem Veranstaltungsort, technische Schwierigkeiten, Übersetzungsschwierigkeiten, Transportschwierigkeiten und so weiter.

Am Ende kam es uns so vor, als hätten wir einen viertägigen Straßenkampf hinter uns. Während der Konferenz saßen wir noch bis morgens um ein oder zwei Uhr zu Besprechungen in meinem Hotelzimmer zusammen und wankten dann nur drei Stunden später noch schlaftrunken zu den ersten Proben. Tagsüber hockten wir in den Pausen in einem Rückzugsraum und dachten darüber nach, was wir jetzt tun sollten, weil schon wieder etwas schiefgegangen war. Endlich, während der letzten Einheit, war Gottes Wirken auf überwältigende Weise zu spüren. Es war wunderbar, doch die dadurch ausgelösten Tränen hätten ebenso gut Tränen der Erschöpfung sein können.

Am Schluss rief ich alle Mitglieder des Teams hinter der Bühne zusammen und sagte: „Diese Schlacht gehört mit zu den größten, die ich je für das Reich Gottes geschlagen habe. Danke – danke euch allen –, dass ihr euch so wacker geschlagen habt, ohne auszuflippen. Das hat den Ausschlag gegeben. Mit Gottes Hilfe haben wir es geschafft, Leute. Und wir haben es gemeinsam getan.“

"Der Sieg schmeckte umso süßer"

Da wir so hart gekämpft hatten, schmeckte der Sieg nun umso süßer. Ich bat alle in jenem kleinen Kreis, einander bei den Händen zu fassen. An jenem Tag betete ich mit meinem Team und dankte Gott für ein gemeinsames Erlebnis, das wir für den Rest unseres Lebens mit uns tragen würden.

Bill Hybels

Wer mag darinnen wohnen?

Ja, komm, Tag!

Hingabe - Loslassen- Vertrauen

Das Geheimnis des Glücks ist Hingabe, an wen, woran auch immer. Wir finden uns nur, wenn wir uns loslassen, preisgeben, wenn wir schutzlos werden, vertrauen, glauben. Wenn wir uns loslassen und verlieren und wieder empfangen als Geschenk.
Darum sind Liebe, Sex und Religion, Engagement und Solidarität alle benachbart.
Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren, wer es preisgibt, der wird es gewinnen hier und dort und in Ewigkeit.
Wer das Sorgen hinter sich lassen kann und sich der Güte Gottes anvertraut, die alle Morgen neu ist, der dringt zum wahren Leben durch.

Zum Weinen, Glauben, Sterben schön



Es gibt Musik, die direkt vom Geist Gottes inspiriert sein muss. Ich bin sicher, dass selbst die Engel im Himmel weinen müssen, wenn sie dies singen.

Das ist das Seligste...

Das ist das Seligste, sich ganz verlieren,
und wieder finden, wie nach Ewigkeit:
man läßt sich wahllos durch die Stadt spazieren
und weiß von keinem Ziel und keiner Zeit.
In fremden Vierteln bin ich gleich zu Hause,
lehn lässig an der Brüstung übern Fluß.
Das Leben blüht als frohe Ferienpause

und alles ist ein himmlischer Genuß.


Max Herrmann-Neiße

Friedhofsgedanken

Mein sind die Jahre nicht, nicht einmal die Tage, nicht einmal die Stunden.
Jeder Atemzug ist Gnade, wunderbares, geheimnisvolles Geschenk...

Sonntag, 19. Juli 2009

Neumondbier: Patent aus Potsdam

Am 22. Juli 2009 lädt die Gasthaus-Brauerei Meierei im Neuen Garten Potsdam zu einem seiner vielen stimmungsvollen und außergewöhnlichen Events. An diesem Tag kommt es zum Anstich des selbst kreierten Neumondbiers, dessen Rezeptur der innovative Braumeister Jürgen-M. Solkowski selbst entwickelte.

Direkt am Steg des Jungfernsees wird der süffige Gerstensaft ab 19 Uhr in einer lustigen Zeremonie und mit Unterstützung einer vermeintlich 250 Jahre alten Bierhexe den Gästen dieses Abends erstmals präsentiert.

Begleitet von mittelalterlicher Live-Musik einer berühmt-berüchtigten Gauklertruppe ist ein abwechslungsreicher Abend der besonderen Art garantiert.

Mit dem Begriff Neumond bezeichnet die Astronomie jene Mondphase, in der der Mond sich scheinbar „erneuert“ und durch seine schlanke Sichel am Nachthimmel erstrahlt.

Auch die Astrologie sieht den Neumond als Symbol der Erneuerung und des Neuanfangs, spricht somit dem Neumond eine mystische Note zu. Sich von dieser jahrhundertealten Magie inspirieren lassend, entwickelte der kreative Bierbraumeister Jürgen-M. Solkowski ein vergnügliches Schauspiel und ein einzigartiges Event rund um seine herrliche Sommerbier-Kreation.

Zunächst war es die Herstellung und dann ist es die tatsächliche Präsentation des besonderen Biergenusses, die Jahr für Jahr erfolgreich am Steg des Jungfernsees zelebriert wird und regelmäßig die amüsierten Zuschauer begeistert.

Das Ergebnis des Brauvorgangs, der bereits am 22. Juni 2009 zahlreiche Zuschauer an den Jungfernsee lockte, wird an diesem Tag in einer spannungsreichen Veranstaltung präsentiert. Da lüften der Braumeister und die Brauhexe das Geheimnis: Das Bier erweist sich nach Verköstigung durch die Hexe als Jungbrunnen.

So wandelt sich die hässliche alte Hexe zur mittelalterlichen Musik in eine attraktive Schönheit, die die Männerwelt mit ihrem Tanz zur Musik der Gauklertruppe verzaubert.

Nicht nur ob des ausgefallenen Schauspiels, sondern auch, um das nun im Ausschank befindliche fassfrische Neumondbier zum ersten Mal selbst zu genießen, ist die angesagte Gasthaus-Brauerei Meierei einen Besuch wert.

Der Biergenuss ist auch nach der feierlichen Präsentation untermalt von der beschwingten Musik der Mittelalter-Combo, die ganz stilecht den Abend mit Minnesang, Balladen oder Trinkliedern sowie dem typischen Dudelsackklang begleitet.

So bietet die Gasthaus-Brauerei Meierei im Neuen Garten Potsdam zur schönen Sommerzeit erneut eine wohldurchdachte und ausgefallene Veranstaltung, die durch ihre Kreativität nur so glänzt.

Der Begriff „Neumondbier“ und alle dazugehörigen Handlungen am 22. Juli am Ufer des Jungfernsees sind als geistiges Eigentum der Gasthaus-Brauerei Meierei im Neuen Garten Potsdam, genauer gesagt durch den Dipl.-Brau-Ing. Jürgen-M. Solkowski, geschützt und patentiert.

erlebnis-scout.de

Ganz schön geschäftstüchtig, vermutlich eine glänzende und ertragreiche Geschäftsidee...